Allgemeines zur Liebe in der Partnerschaft

Wie Liebe in der Partnerschaft gelingen kann

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Liebe (über mittelhochdeutsch liep, „Gutes, Angenehmes, Wertes“ von indogermanisch *leubh- gern, lieb haben, begehren[1]) ist eine Bezeichnung für stärkste Zuneigung und Wertschätzung. Nach engerem und verbreitetem Verständnis ist Liebe ein starkes Gefühl, mit der Haltung inniger und tiefer Verbundenheit zu einer Person (oder Personengruppe), die den Zweck oder den Nutzen einer zwischenmenschlichen Beziehung übersteigt und sich in der Regel durch eine entgegenkommende tätige Zuwendung zum anderen ausdrückt. Das Gefühl der Liebe kann unabhängig davon entstehen, ob es erwidert wird oder nicht. Hierbei wird zunächst nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines Familienverbundes (Elternliebe, Geschwisterliebe) oder um eine Geistesverwandtschaft handelt (Freundesliebe, Partnerschaft) oder aber um ein körperliches Begehren gegenüber einem anderen Menschen (Eros). Dieses Begehren ist als körperliche Liebe eng mit der Sexualität verbunden, die jedoch nicht unbedingt auch ausgelebt zu werden braucht (vgl. platonische Liebe).

Liebe und Partnerschaft sind dasselbe

Liebe wird von der zeitlich begrenzten Phase der Verliebtheit unterschieden. „Die erste Liebe, sagt man mit Recht, sei die einzige: denn in der zweiten und durch die zweite geht schon der höchste Sinn der Liebe verloren. Der Begriff des Ewigen und Unendlichen, der sie eigentlich hebt und trägt, ist zerstört, sie erscheint vergänglich wie alles Wiederkehrende“.

Warum lieben wir überhaupt?

Im Kapitel über den Egoismus der Liebe habe ich bereits die Feststellung getroffen, dass Liebe etwas durch und durch Egoistisches ist. Ein Mensch liebt einen anderen Menschen nicht aus reiner Nächstenliebe heraus. Man liebt, um ein ganz existenzielles Bedürfnis zu erfüllen. Der Mensch ist nicht dafür geschaffen, allein zu sein. Einsamkeit kann körperlichen Stress auslösen, und dieser wiederum macht krank. Wir brauchen also menschlichen Kontakt. Das liegt sozusagen in den Genen. Dabei geht es natürlich nicht um eine beliebige Gesellschaft, sondern um die Gesellschaft eines lieben und bestenfalls geliebten Menschen. Erwähnen möchte ich, dass das Bedürfnis an sozialen Kontakten sehr unterschiedlich sein kann. Auch hierzu gibt es keine Vorgaben, jeder Mensch ist anders.

Liebe und Partnerschaft: Dem Gefühl der Getrenntheit entkommen

Wer allein ist, fühlt sich getrennt von anderen. Diesem Gefühl des Getrenntseins kann man entrücken, indem man sich mit anderen verbindet. Man füllt den Raum mit Gefühlen wie Zärtlichkeit, Verbundenheit und erweitert so die Selbstwahrnehmung auf die Rückmeldung eines anderen. Außerdem geht es um Anerkennung. Liebende erkennen einander wortlos an und akzeptieren auch die Schwächen des Gegenübers. Das wiederum stärkt den Selbstwert und das Selbstvertrauen.

Wobei es hier auch Unterschiede gibt. Es ist ein Unterschied, ob ich

  1. Single und allein bin.
  2. in einer unglücklichen Partnerschaft und allein bin.
  3. in einer glücklichen Partnerschaft und allein bin.

In den beiden erstgenannten Fällen spürt man oft Einsamkeit, was im letztgenannten Fall wohl nicht der Fall ist. Im Fall 2 kommt es auch vor, dass mehrere Gefühle aufkommen. Einsamkeit, Sehnsucht nach einer glücklichen Beziehung, glückliche Entspannung, keinen Beziehungsstress zu haben.

Wenn man einen anderen Menschen braucht, um glücklich zu sein, ist man abhängig. In einer Liebesbeziehung mit Bindung sind Eigenglück und Selbstzufriedenheit wichtige Bausteine. Das ist natürlich eine gewisse Ambivalenz. Auf der einen Seite sucht der Mensch einen Liebes- oder Lebenspartner, auf der anderen Seite sind der eigene innere ruhende Pol und eine gewisse Unabhängigkeit vom Partner auch wichtig. Dazu mehr im Kapitel „Einsamkeit und Alleinsein“.

Der Unterschied zwischen Liebe und Liebesverhalten

Liebe und der Ausdruck der Liebe können zwei verschiedene Dinge sein. Das, was ich sende und was der andere empfängt, können zwei unterschiedliche Dinge sein.

Dazu ein Beispiel aus meiner Praxis

Ich erinnere mich an ein Klient-paar in meiner Praxis, bei dem es einen großen Missklang zwischen der Liebe und der Liebeskommunikation gab. Sabine war ein sehr häuslicher Mensch mit wenigen, dafür umso innigeren Freundschaften, die ihre Wochenenden am liebsten gemeinsam mit ihrem Partner zu Hause verbrachte. Beruflich war sie in der Eventbranche tätig, hatte sehr viel mit Menschen zu tun und sehnte sich daher an den Wochenenden nach Holgers Nähe. Ihr Partner Holger dagegen hatte einen großen Freundeskreis und verbrachte viel Zeit mit den „Jungs“. Sabine empfand seine regelmäßigen Männerabende als bewusste Distanzierung von ihr und verstand nicht, warum er ihr Bedürfnis nach Nähe nicht teilen konnte. Er wiederum interpretierte ihren Wunsch nach mehr gemeinsamer Zeit als ein Klammern, denn jedes Mal lud er sie dazu ein, doch mitzukommen. Stattdessen bestand sie auf trauter Zweisamkeit zu Hause.

War die Liebe das Problem in der Partnerschaft?

Das Problem der beiden bestand darin, dass Liebe vorhanden war, die Kommunikation darüber aber misslang. Sabine hätte sagen können: Ich liebe dich und möchte daher mehr Zeit mit dir allein verbringen. Und Holger hätte sagen können: Bei mir kommt keine Liebe an, sondern eher das Gefühl, ich wäre dein Besitz. Missverständnisse wie diese lassen sich durch eine gute Liebeskommunikation vermeiden. Denn in einer Partnerschaft behält man nicht nur seine eigenen, sondern auch die Gefühle des Partners gleichermaßen im Blick. Liebe ist ein Kopfprodukt mit eigenen Vorstellungen, Hoffnungen und Wünschen.

Möchten Sie darüber sprechen oder haben Sie ein Problem mit der Liebe in Ihrer Partnerschaft? Dann freue ich mich darauf, Sie bei einem Termin in der Paarberatung kennenzulernen.

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[1] Augustinus Aurelius (354 - 430), Bischof von Hippo, Philosoph, Kirchenvater und Heiliger

 

Dies waren unsere Ausführungen zu diesem Thema zum Nachlesen und Nachdenken. Wenn dieser Texte Sie inspiriert hat, würde es uns freuen, wenn wir Ihnen weitergeholfen haben. 
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Wir freuen mich auf Sie!
Ihr Beraterpaar Bernd und Doris Nickel -  Hier unser Steckbrief
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