Trennungsschmerz

Fachpraxis für systemische Paarberatung und systemische Sexualberatung

Wenn Liebeskummer einfach nur noch weh tut

Trennungsschmerz ist eine sehr intensive und – wie der Name schon sagt – schmerzhafte Phase des Liebeskummers. Die wenigsten Trennungen geschehen wirklich im gegenseitigen Einvernehmen. Meist ist es einer der Partner, der/die den Schlussstrich zieht und das Ende der Beziehung ausspricht. Und zurück bleibt – mehr oder weniger überrumpelt und verletzt – die oder der Verlassene. Wir verbleiben in einer Schockstarre und Gelähmtheit und es fällt schwer, noch wirklich aktiv an den Dingen teilzunehmen oder Schönes wahrzunehmen.

Trennungsschmerz: Verlassen und/oder verlassen werden

Wer als erstes eine Beziehung beendet, tut dies fast nie von heute auf morgen. Oft geht damit ein längerer Gedankenprozess einher, der manchmal auch beiden Partnern nicht wirklich bewusst ist. Er oder sie hat sich auf diesen Schritt innerlich vorbereitet, viel überlegt, sich bereits länger mit der Situation und der Beziehung befasst. So befindet er oder sie sich schon in der ersten Phase der Trennung oder ist zumindest am Zweifeln am Sinn des Miteinanders, während das Gegenüber noch in Unwissenheit lebt. Oft ist es so, dass der/die Verlassene nach dem Aussprechen der Trennung zunächst geschockt ist und viele Phasen des Schocks, des Schmerzes, des Alleinseins, der Selbstzweifel durchlebt. Es ist natürlich, dass es dem verlassenen Partner schlechter geht und der Liebeskummer tiefer sitzt. Doch auch, wenn Sie der- oder diejenige sind, die sich trennt: Es ist genauso normal, dass auch Sie Trennungsschmerz empfinden! Schließlich beenden Sie gerade eine Beziehung zu einem Menschen, den Sie einmal sehr geliebt haben.

Trennungsschmerz: Männer und Frauen

Grundsätzlich – mit Trennungsschmerz geht jeder und jede anders um. Apropos: Ist das bei Männern und Frauen eigentlich unterschiedlich? Bei aller Individualität: Gibt es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen in Sachen Herzschmerz? Verarbeiten Männer und Frauen eine Trennung unterschiedlich? Die Antwort ist einfach: Ja!

Frauen nach der Trennung

Für Frauen ist eine Trennung fast immer wie eine persönliche Niederlage. Natürlich gibt es auch hier Unterschiede, aber insgesamt sind Frauen in solchen Situationen emotionaler und beziehen die Situation auf sich und mögliche Fehler. Sie fragen sich, was sie falsch gemacht haben und was mit ihnen nicht stimmen könnte. Diese Selbstzweifel könne Wochen, sogar Monate anhalten – in dieser Zeit wird die Beziehung umfangreich und detailliert analysiert. Natürlich ist das immer eher und intensiver der Fall, wenn eine Frau verlassen wird, als wenn sie verlässt. Aber es gibt auch Frauen, die den Partner verlassen haben und Selbstzweifel hegen.

Männer nach der Trennung

Männer verarbeiten den Trennungsschmerz in der Regel schneller – auch wenn dieser durchaus heftig sein kann. Selbstzweifel aber sind seltener und auch kürzer. Auch hier kann man natürlich nicht alle Männer über einen Kamm scheren, aber zu einem großen Teil nehmen Männer eine Trennung nicht ganz so persönlich. Männer schauen weniger in die Vergangenheit, die sich ohnehin nicht ändern lässt, und blicken eher nach vorn. Das kann vor allem auch die Ausschau nach einer neuen Partnerin beinhalten. Und so passiert es ab und an bis recht oft, dass Männer nach der Trennung doch schneller eine neue Partnerin finden als Frauen einen neuen Partner.

Homosexuelle Ex-Partner - nach der Trennung

In gleichgeschlechtlichen Beziehungen ist die Situation zwar eine andere, weil sich Frauen von Frauen und Männern von Männern trennen. Liebeskummer, Herz- und Trennungsschmerz sind jedoch in jedem Fall sehr ähnlich. Das habe ich bei Schwulen- und Lesben-Paaren in allen Varianten schon erlebt. Liebe macht keinen Unterschied. Und auch hier gibt es ein breites Repertoire an Trennungsschmerzen. Der Umgang damit ist ebenso unterschiedlich und für jeden eigen.

Trennungsschmerz – erst einmal zulassen

Die seelischen bis hin zu körperlichen Schmerzen sind bei jedem und jeder unterschiedlich. Daher sollten Sie das Bewusstsein für Ihren Körper und Ihre Seele bewahren und versuchen, stets auf sich und in sich zu hören. Sie sollten ganz bewusst auf sich achten. Das beginnt zunächst einmal damit, den Schmerz überhaupt zuzulassen. Lassen Sie die Tränen fließen, denken Sie an Ihre(n) Liebste(n) und was sie verloren haben. Auch das muss einfach sein. Denn die Phase der Trauer und Verarbeitung ist ganz wesentlich, um den Schmerz zu überwinden. Allerdings ist auch hier das Maß wichtig.

Was also tun bei Liebeskummer hoch zehn, potenziert zum Trennungsschmerz?
Vielleicht einfach mal aussprechen, was sich so schmerzhaft angestaut hat. Vielleicht auch mit einer neutralen Person, die einfach nur zuhört – und etwas mehr Rat weiß, wenn Sie selbst keinen Rat mehr wissen. Ich bin für Sie da!

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Bernd Nickel Systemischer Berater Mitglied im Berufsverband DGSF und VFP

Bernd Nickel (Autor)

zertifizierter systemischer Paartherapeut, Paarberater, Paarcoach,
Mitglied in den Berufsverbänden DGSF und VFP