Angst & Schuld!

Fachpraxis für systemische Paarberatung und systemische Sexualberatung

Das ewige Hoffen und Harren

„Hoffen und Harren hält viele zum Narren!“, sagt man so schön. Aber es ist auch viel Wahres daran. Selbst die beste Streitkultur kann Zerbrochenes nicht mehr zusammenfügen. Mancher Streit/manche Auseinandersetzung wird die bedrückende Wahrheit zeigen! Ein Riss, der nicht mehr zu kitten ist, wird durch einen Streit schnell sichtbar. Vielleicht liegt darin die Scheu vieler Menschen vor einem Streit, selbst wenn er fair verläuft.

Zwei Dinge sollten Sie dennoch sehen: Wer eine Trennung verzögert oder auf Besserung hofft, ohne dass ernsthafte Anzeichen eines Wandels zu sehen sind, vergeudet seine Zeit und verpasst seine Chancen. Veränderungen ergeben sich nie durch Warten oder Duldsamkeit, sondern durch positive, von beiden Seiten gewollte Auseinandersetzung.

Kann man/frau eine Trennung „vorbereiten“?
Eine Trennung kann vorbereitet werden. Transparenz, Ehrlichkeit und Fairness sind hierbei wohl die wichtigsten Schlagworte! Immer ist eine Trennung ein hochdramatisches Ereignis, und gleichzeitig sollte man einen einigermaßen kühlen Kopf behalten. Hierbei helfen ein paar wichtige Fragen, um sich klarer zu werden:

  • Wovon will ich mich unbedingt trennen?
  • Was nehme ich aus der Beziehung seelisch betrachtet mit?
  • Wovon kann ich nur schwer Abschied nehmen?
  • Was war für mich am Ende wirklich wichtig, konnte ich das mit diesem Partner in optimaler Weise leben?
  • Wenn ich einem höheren Selbst auf einer anderen Ebene verpflichtet wäre, was müsste ich dann tun?
  • Es gibt jedoch mehrere pragmatische Ebenen, wo und wie eine Trennung vorbereitet werden und durchdacht werden müsste.

Wie sieht es finanziell und organisatorisch aus?

Verschaffen Sie sich einen Überblick! Bei allen praktischen Überlegungen, wie man nach einer Trennung dasteht, wie es finanziell weitergeht und wie die materiellen Dinge geregelt werden, ist es immer hilfreich, einen Experten zu befragen. Ein Rechtsanwalt kann Klarheit und Sicherheit vermitteln, in welche Richtung das ganze laufen wird. Aus diesem Überblick heraus verschwinden viele Ängste und vermutete Abhängigkeiten.

Wie geht es zwischenmenschlich weiter?

Nicht gerade beim ersten Zweifel an der Liebe, jedoch bei echten Problemen ist es wichtig, dem Partner gegenüber offen zu sein, dass die Partnerschaft gerade dabei ist, sich in eine subjektiv empfunden unschöne Richtung entwickelt. Im Gespräch kann Klarheit gefunden werden und ein sich orientieren an den Lebenszielen wieder auf das fokussieren lassen, was wichtig ist. Frühzeitig kann oftmals ein gemeinsamer Kurs definiert werden und das Ruder herumgerissen werden, sodass manch angedachte Trennung keine ausgeführte Trennung werden muss.

Was wird jetzt aus mir?

Oftmals staut sich soviel unausgesprochene Wut, Enttäuschung und Unzufriedenheit auf, dass eine Trennung als scheinbar einziger Ausweg gesehen wird. Bestimmte Gesprächstechniken wie z.B. das Zwiegespräch helfen hier weiter, um systematisch die Dinge sichtbar werden zu lassen – und das in guter und konstruktiver Weise.

Keine Aussicht auf Erfolg?

Wenn jedoch Dinge immer wieder angesprochen werden und keine Änderung erfolgt oder erfolgen kann, wenn Sie dabei selbst auf der Strecke bleiben könnten, dann ist eine Trennung einer ernsthafte Auseinandersetzung wert. Manchmal gibt es keine bessere Alternative. Im Leben kommt man nicht immer darum herum, jemand weh zu tun. Das ist zwar bedauerlich, jedoch sollten Sie weder aus Mitleid, noch aus Angst in einer falschen und beeinträchtigenden Beziehung verharren. Das wird auch dem Partner nicht gerecht!

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Bernd Nickel Systemischer Berater Mitglied im Berufsverband DGSF und VFP

Bernd Nickel (Autor)

zertifizierter systemischer Paartherapeut, Paarberater, Paarcoach,
Mitglied in den Berufsverbänden DGSF und VFP