Was ist eine Paarberatung?

Zu den modernen Ansätzen der systemischen Paartherapie

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Paare in der Krise sehen oft als letzten Weg die Paarberatung (auch: Eheberatung). Doch was ist eine Paarberatung oder Paartherapie überhaupt und was steckt dahinter? Paarberatung ist eine Form psychologischer Arbeit mit dem Ziel der Aufarbeitung und Überwindung partnerschaftlicher Konflikte. Sie stellt, anders als die Psychotherapie in Gruppen, keine Heilbehandlung dar. Paartherapie dient primär der Bearbeitung akuter oder chronischer Konflikte in einer Paar- bzw. Zweierbeziehung.

Paarberatung und Eheberatung: Was ist der Unterschied?

Die Grenzen zwischen Paarberatung und Eheberatung sind fließend.In Deutschland sind beide Tätigkeiten als nicht heilkundliche psychologische Tätigkeiten rechtlich nicht separiert. Sie können das Angebot also vollkommen unabhängig von Ihrem Beziehungsstatus wahrnehmen.

Paarberatung versus Paartherapie

Methodisch ist die Paartherapie beim Therapeuten jedoch oft tiefergehend und längerfristig angelegt, als dies bei der reinen Paarberatungen bzw. Eheberatung der Fall ist. Als Paartherapeuten oder Eheberater sind vor allem Psychologen, Sozialpädagogen und Seelsorger tätig. Angestrebt wird, dass bei Ehekrisen möglichst beide Partner einbezogen werden. Allerdings kann auch die individualpsychologische Arbeit ein Teil des paar therapeutischen Prozesses sein.

Nach welchen Ansätzen arbeitet die erlebte Paarberatung?

Wir arbeiten nach den systemischen Ansätzen. Paarberatung/Paartherapie nach PD: Dr. A. Retzer und Michael Mary
Sexualberatung/Sexualtherapie nach Prof. Dr. U. Clement / Dr. David Schnarch

Moderne Ansätze in der Paartherapie / Paarberatung und Sexualberatung

Paartherapie und Sexualtherapie wurden lange Zeit und werden noch vielfach immer noch als getrennte Domänen verstanden. Moderne paartherapeutische Ansätze trennen hier nicht mehr und gehen davon aus, dass die Sexualität nicht isoliert betrachtet werden kann. Paarkonflikte und Probleme haben häufig auch einen sexuellen Kern.

Kommunikative Botschaften innerhalb der Partnerschaft

Getreu dem Axiom Watzlawicks „man kann nicht nicht kommunizieren“ wird hier der Vorstellung widersprochen, man könne über die reine Veränderung der Kommunikation und des Kommunikationsverhaltens die Beziehungsqualität oder gar die Sexualität verändern.

Auch eine nicht vorhandene Sexualität ist bereits eine kommunikative Botschaft der beiden Partner in einer Beziehung mit einer ganz bestimmten Bedeutung. Diese kommunikativen Botschaften können als Grundlage eines Paar- und Sexual therapeutischen Entwicklungsprozesses genommen werden. Weiteres Merkmal dieser Ansätze ist, dass eher auf bisher unausgesprochene Aspekte, Unterschiedlichkeiten der Partner/innen oder auch unsichere Kommunikationsbereiche wie beispielsweise tabuisierte Inhalte/ Schattenaspekte fokussiert wird.

Moderne, therapeuthische Ansätze

Diese so vorgehenden Ansätze kann man auch als differenzierungsorientiert (im Gegensatz zu „bildungsorientiert“) bezeichnen. Zu den modernen Ansätzen in diesem Sinne zählen die systemische Sexualtherapie oder auch die beziehungsdynamische Paar- und Sexualtherapie.