Typisch Mann, typisch Frau

Fachpraxis für systemische Paarberatung und systemische Sexualberatung

Typisch Mann, typisch Frau?

Typisch Mann, typisch Frau?

Erleben Frauen die Liebe anders als Männer? Reagieren, fühlen und kommunizieren sie unterschiedlich?

Ja und Nein.
Nein, weil sie oft das Gleiche wünschen oder meinen.
Ja, weil im Laufe der Geschichte ein spezifisches Rollenverhalten entstanden ist, das Männer und Frauen, trotz oft gleicher Bedürfnisse, unterschiedlich denken und agieren lässt.

Abgesehen von einer tatsächlich unterschiedlichen Gehirnkonstruktion, werden bereits im Kindesalter Denk- und Verhaltensmuster bei Jungen und Mädchen geprägt.
Erste Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht entstehen durch die Beziehung zu Vater und Mutter.

Bei den meisten Mädchen kommt die Bestätigung durch den Vater,

also den „ersten Mann im Leben“, gefühlt zu kurz – er scheint Wichtigeres zu tun zu haben, denn er ist berufstätig und oft außer Haus.
Die meisten Mädchen erleben Liebe daher im Zusammenhang mit einem Mangel an Bestätigung durch den wichtigsten Vertreter des anderen Geschlechts, der zu einem Mangel ihres Selbstwertgefühls „als Frau“ führt.
Diesen Zusammenhang von Liebe und Mangel nehmen Frauen ins Erwachsenenleben mit und befürchten unbewusst, vernachlässigt zu werden.
Die verbreiteten Klagen der Frauen, dass Männer sich zurückziehen, schweigen, oder zu wenig Zeit haben, beweisen dies. Frauen erleben den Rückzug des Mannes als Angriff auf ihre weibliche Identität und sehnen sich entsprechend nach seiner Zuwendung.

Männer erfahren im Kindesalter meist eine stets beschützende und liebevoll versorgende Zuwendung ihrer Mutter

– und erwarten dies später prompt von ihrer Partnerin, obwohl sie die mütterliche Fürsorge auch als Kontrolle oder Einengung empfunden haben.
Ebenso wird ihnen sehr früh vermittelt, wie ein „ganzer Kerl“ einmal werden soll.
Erfolg, Stärke und Fleiß sind nur einige Attribute, die sie anstreben sollen.

Allein durch diese so unterschiedliche Prägung setzt nun eine verhängnisvolle Dynamik ein.
Frauen bemühen sich um die Aufmerksamkeit ihres Partners, suchen Nähe und verfallen in Vorwürfe, wenn diese nicht ausreicht.
Männer reagieren hierauf mit Gegenwehr. Sie wollen Anerkennung für ihr stetiges Bemühen um beruflichen Erfolg, Karriere und finanzielle Absicherung ihrer Familie – Druck und Beengung können sie hierbei nicht ertragen.

Eine wachsende Distanz und gegenseitiges Unverständnis sind somit fast vorprogrammiert.
Wenn nun noch geschlechtsspezifische Unterschiede in der Kommunikation hinzukommen, ist der klärende Austausch erschwert und das Kind scheint in den Brunnen gefallen zu sein.

Die gute Nachricht – Männer und Frauen sind zwar teilweise unterschiedlich, können jedoch durchaus in eine beglückende Ergänzung kommen!

Die Wahrnehmung von Mangel oder Einengung basieren auf einem erlernten Rollenverhalten und lassen sich somit auch ändern.
Der Versuch, den Mann zu weiblicher Denkweise umzupolen, wird jedoch ebenso scheitern, wie der Wunsch, eine Frau möge die Welt doch endlich mit den Augen eines Mannes sehen.

Der Inhalt der Partnerschaft kann also nicht darin liegen, zu manipulieren und darum zu kämpfen, wer Recht hat.
Konstruktiver ist es, die Hintergründe der jeweiligen Denkmuster zu entdecken, belastende Rollenverständnisse aufzulösen und in wirklich produktive Gespräche zu kommen, bei denen Vorwürfe nichts zu suchen haben.
Teilen Sie wertfrei Ihre Bedürfnisse mit, finden Sie Gemeinsamkeiten in Ihrer Zielsetzung und neue Wege, diese Ziele zu erreichen.

Bleiben Sie also immer ganz Frau oder ganz Mann – und entdecken Sie neue Möglichkeiten, hiermit in partnerschaftliche Harmonie zu gelangen!
Sie fühlen sich angesprochen?

Dann setzen Sie einfach den ersten Schritt – nehmen Sie unverbindlich Kontakt zu mir auf, gerne beantworte ich Ihre Fragen und biete Ihnen einen Beratungstermin an.
Ich freue mich auf Sie!
Ihr
Bernd Nickel
Systemischer Berater
Mitglied im Berufsverband DGSF

Sie sind neugierig und wünschen weitere Informationen?
Bei Fragen, Wunsch nach weiteren Informationen oder zwecks Terminvereinbarung, stehe ich Ihnen gerne für weitere Fragen zur Verfügung.

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Bernd Nickel Systemischer Berater Mitglied im Berufsverband DGSF und VFP

Bernd Nickel (Autor)

zertifizierter systemischer Paartherapeut, Paarberater, Paarcoach,
Mitglied in den Berufsverbänden DGSF und VFP