Geld und die Anerkennung in der Partnerschaft

Fachpraxis für systemische Paarberatung und systemische Sexualberatung

Betrachtet man die klassische und heute immer noch am häufigsten vorkommende Form der Ehe, bringt der Mann mehr Geld nach Hause als die Frau. Viele Frauen gehen arbeiten, bekommen aber in der Praxis für die gleiche Arbeit weniger Lohn. Andere bleiben zu Hause, schmeißen den Haushalt, ziehen die Kinder groß und leisten im Zweifel genauso harte Arbeit wie der Mann ‒ nur eben für weniger Anerkennung. Das frustriert und birgt ein entsprechendes Konfliktpotenzial in der Partnerschaft. Wenn der Mann nach Hause kommt und von Erfolgen berichtet, während sie gerade die Breiflecken vom Boden wischt, wird vielleicht ein Schulterzucken die einzige Reaktion sein. Berichtet er dagegen von Schwierigkeiten im Job, kommt in der Partnerin möglicherweise Schadenfreude auf. In beiden Fällen fühlt sich der Mann nicht ernst genommen. Dafür nutzt dann wiederum der Mann seine Macht, um über das Taschengeld und die Ausgaben der Frau zu entscheiden. Wenn es kriselt, kann er einfach das Budget kürzen. Diese Darstellung ist natürlich sehr plakativ, in der Realität spielen sich Konflikte auf wesentlich mehr Ebenen ab. Niemals ist es so, dass einer zu hundert Prozent die Macht in der Beziehung hat und der andere ihm ausgeliefert ist. Wenn die Frau sich mit dem Gärtner vergnügt, während der Mann zur Arbeit geht, sieht das Machtverhältnis schon wieder ganz anders aus. Das führt wiederum gleich zur nächsten Frage.

Was macht das Geld in der Partnerschaft mit der Sexualität?

Bleiben wir bei der Vorstellung, dass der Mann am Tage die Wohnung verlässt und arbeiten geht, während die Frau sich zu Hause um alles kümmert. Nach einem langen Arbeitstag kehrt der Mann also nach Hause und verlangt nach Anerkennung in Form einer heißen Liebesnacht. Für ihn ist Sexualität eine Art Belohnung dafür, dass er seiner Partnerin den Kauf neuer Schuhe und Lippenstifte ermöglicht. Frauen wiederum sehen in der sexuellen Handlung eher die Aufnahme von Liebe und Zärtlichkeit. Männer möchten Druck ablassen, Frauen dagegen auftanken. Da Frauen wesentlich besser auf neue Liebesenergie verzichten können als Männer auf die Befriedigung ihres Sexualtriebes, hat die Frau in dieser Hinsicht die Macht in ihrer Hand. Kürzt der Mann das Budget, bestraft sie ihn mit Sexentzug. Sexualität ist also auch ein wichtiges Zahnrad im Getriebe der Macht. Doch was hat das mit Liebe zu tun?

Wer zahlt die Rechnung?

In den Zeiten, in denen Männer immer die Verdiener waren, war klar, wer bei einem Restaurantbesuch die Geldbörse zückt. Aber heute? Heute ist es so, dass viele Paare getrennte Konten haben, selbst dann, wenn sie gemeinsam ein Haus gebaut haben und Kinder großziehen. Andere wiederum wirtschaften schon früh zusammen und schmeißen ihren Anteil in den gemeinsamen Topf. Beides ist gleichermaßen gut, solange Einigkeit darüber herrscht. Verzwickt wird es dann, wenn einer doppelt so viel verdient wie der andere. Ist der Mehrverdiener verpflichtet, den Partner an seinem Wohlstand teilhaben zu lassen? Was passiert, wenn sich einer ein 5-Sterne-Hotel, der andere aber nur das 3-Sterne-Haus im Urlaub leisten kann? Diese Fragen können an dieser Stelle leider nicht pauschal beantwortet werden, sondern sind immer ganz individuell vom Paar und der Paarbeziehung abhängig. Wichtig sind einheitliche Regelungen, damit nicht auch noch nach zehn Jahren Partnerschaft mit zwei gemeinsamen Kindern am Tisch jeder verschüchtert in die Ecke schaut, wenn der Kellner die Rechnung bringt.

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