Mythos dauerhafte Leidenschaft in der Beziehung.

Leidenschaft und die Akzeptanz der Vergänglichkeit

Mythos dauerhafte Leidenschaft in der Beziehung. Zweimal pro Woche Sex, sonst stimmt etwas nicht – solche Sätze begleiten uns von Generation zu Generation. Sie setzen Paare unter Druck, die anders leben. Wir nehmen den Mythos der dauerhaften Leidenschaft auseinander und zeigen, was die Vergänglichkeit der ersten Glut tatsächlich freisetzt.

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Alle Erst- und Abklärungsgespräche unterliegen unserer 100 % Zufriedenheitsgarantie. Systemische Paartherapeuten der Heidelberger Schule · über 8.000 gemeinsame Beratungen in zwei Jahrzehnten.


Leidenschaft und das Annehmen von Vergänglichkeit

Was ist Leidenschaft

Es gibt den Mythos der ewigen Liebe, verbunden mit der Erwartung, mindestens zweimal pro Woche Sex gehöre zu einer glücklichen Beziehung. Solche Thesen verbreiten bunte Zeitschriften, der Freundeskreis und die Weitergabe über Generationen.

Im Umkehrschluss gälten Paare mit weniger Sex als weniger glücklich und ihre Beziehung als weniger wert. Diese Gleichung aus „Sex = Liebe” ist die größte Liebeslüge unserer Zeit.

Sexualität benötigt Gestaltungsfreiheit und kennt keine Normen

Lustlosigkeit wird heute gern als krankhaft dargestellt. Wenig oder keine Lust zu empfinden – mit oder ohne festen Partner – gilt vielen als nicht normal.

Eine ganze Industrie verspricht Hilfe, wo gar keine nötig ist: von fragwürdigen Eingriffen bis zu Pillen, damit stattfinden soll, was angeblich stattfinden muss. Sexualität benötigt jedoch Gestaltungsfreiheit statt einer auferlegten Norm.

Lust und Lustlosigkeit als gleichwertige Größen

Prof. Dr. Ulrich Clement stellt den Sinn einer solchen Sicht infrage. Er betrachtet Lust und Lustlosigkeit als gleichwertige Größen: Jeder Punkt zwischen diesen Polen gilt als normal.

Es ist in Ordnung, täglich Lust zu verspüren, und ebenso in Ordnung, gar keine zu empfinden. Ob es ein Thema gibt, können allein die Partner selbst einschätzen – niemand von außen.

Konfrontation statt Harmonie: erotische Differenzen annehmen

In einer Langzeitbeziehung begegnen sich zwei Menschen mit allen Unterschieden und eigenen Bedürfnissen. Die Erwartung, beide müssten sexuell genau dasselbe wollen, führt sich selbst ad absurdum.

Paare, die Differenzen leugnen, finden als kleinsten gemeinsamen Nenner oft die Langeweile. Wer sich mit unerfüllten Sehnsüchten offen auseinandersetzt, kann darin eine Ressource für das gemeinsame Liebesleben entdecken.

Weniger Lust ist kein Versagen

Das einzig Ungesunde an Sexualität ist der Versuch, ihr eine starre Norm aufzuzwingen. Die Glut zu Beginn taugt nicht als dauerhafter Maßstab; die Norm ist das, was beide innerhalb der Beziehung leben.

Aus dem Vorhandensein oder Fehlen von Leidenschaft lässt sich kein Rückschluss auf den Wert der Beziehung ziehen. Die erste Leidenschaft geht oft nicht verloren – sie verwandelt sich in Zärtlichkeit, Streicheleinheiten und Küsse.

Wir analysieren nicht – wie wir mit Ihnen arbeiten

Wir suchen weder Ursachen in der Vergangenheit noch Schuld. Im Mittelpunkt steht, was Sie heute vermissen, was Ihnen guttut und was Sie sich wünschen.

Lassen Sie wissenschaftliche Artikel über die angebliche Krankhaftigkeit der Lustlosigkeit ungelesen. Schauen Sie stattdessen mit uns gemeinsam darauf, was innerhalb Ihrer Partnerschaft lebendig werden darf.

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Liebe ohne Zwang zum Sex

Wer souverän ist, lässt sich von Fremdbildern über die angeblich nötige Menge an Sex nicht leiten. Diese Freiheit erlaubt, die Liebe für sich neu zu definieren.

Zärtlichkeit, Gespräche, Zuhören und Vertrautheit erhalten dann ihren eigenen Stellenwert. Fehlt das leidenschaftliche Begehren, kann die Liebe umso stärker vorhanden sein.

Häufige Fragen zum Mythos der dauerhaften Leidenschaft

Muss Leidenschaft in einer langen Beziehung gleich bleiben?

Nein. Leidenschaft wandelt sich über die Jahre, das ist kein Mangel. Problematisch ist allein die Erwartung, sie müsse dauerhaft auf gleichem Niveau bleiben.

Bedeutet weniger Sex eine schlechtere Beziehung?

Aus der Menge an Sex lässt sich nicht auf den Wert einer Beziehung schließen. Lust und Lustlosigkeit sind gleichwertige Facetten.

Ist Lustlosigkeit eine Störung?

Sie ist eine von vielen normalen Facetten der Sexualität. Ob ein Thema besteht, können allein die Partner selbst einordnen – mehr dazu unter „Vorgetäuschtes Begehren“.

Was hilft, wenn die erste Glut nachlässt?

Die Vergänglichkeit anzunehmen schafft Raum für eine reifere Nähe. Hilfreich ist der offene Umgang mit Differenzen statt deren Leugnung.

Wann ist eine Begleitung sinnvoll?

Wenn der Druck der Erwartungen Sie belastet und Sie aus eigener Überzeugung etwas verändern möchten. Sie erreichen uns über „Kontakt aufnehmen“.

Jetzt Unterstützung holen

Wenn die Erwartung an dauerhafte Leidenschaft Sie unter Druck setzt, begleiten wir Sie gern – wertfrei und in Ruhe.

Wir, Bernd und Doris Nickel, sind beide zertifizierte systemische Paartherapeuten der Heidelberger Schule (SI-HD, PD Dr. med. Arnold Retzer) und VFP-Mitglieder. Bernd Nickel ist zusätzlich Zertifikatsinhaber der systemischen Sexualtherapie (Prof. Clement, IGST-HD) und DGSF-Mitglied. Über 8.000 gemeinsame Beratungen in zwei Jahrzehnten sind die Grundlage unserer Arbeit. Unsere Tätigkeit ist Beratung und Begleitung – keine Heilkunde und keine Wohlfahrtspflege.

Unsere 100 % Zufriedenheitsgarantie

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Bernd Nickel: +49 151 42482481
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