Speziathemen in der Paarberatung Überblick

Bindungsangst, Eifersucht, Verlustangst, Narzissmus, Seitensprung

Wenn Sie die umfangreiche Literatur zu Paarbeziehungen, die auf dem Markt zu finden ist, einmal nach Themen gruppieren, werden Ihnen zwei Themen besonders häufig begegnen: Bindungsangst, Eifersucht und Narzissmus, Seitensprünge und Affären. Die Spezialthemen der Paarberatung umfassen unter anderem

Sie gehören zu dem weiten Feld der Liebe, werden von mir hier aber nur angerissen, da es schon unendlich viele Bücher dazu gibt.

Liebe und Probleme

Wenn Sie nun in der Theaterwelt schauen, spiegelt sich diese Themen in beinahe jedem Stück, sei es in der Oper, der Operette, dem Musical oder im Sprechtheater. Um diese beiden Themen entwickelt sich allzu leicht ein Drama. Zugleich wird ein anderer damit verwandter Beziehungsaspekt oft mehr oder weniger vergessen, es ist die „empathisch-fürsorgliche Liebe“. Vielleicht wird sie deshalb vergessen, weil sie es nur gut meint, im Ansatz nur Gutes will. Die Verwandtschaft aller Liebesarten ist das Problem der Co-Abhängigkeit vom Partner und des mangelnden Selbstvertrauens. Allen Verhaltensarten liegt weiter ein mangelndes Urvertrauen zugrunde, was ja mit dem Selbstvertrauen in direkter Kausalität steht. Die Menschen, die daran leiden, konnten es bei ihren Eltern nicht entwickeln, und suchen es im Partner, wo sie es mit Sicherheit nicht finden.

Gesunder und ungesunder Narzissmus

Macht, Eifersucht und seelischer Missbrauch sind weitere Probleme, die alle Liebesarten gemeinsam haben. Sie zeigen sich auf einer imaginären Skala von 0 bis 10 auf allen Stufen und mit unterschiedlichen Auswirkungen. So kann ein schwacher Narzissmus sogar förderlich für einen Menschen sein. Ohne gewisse Anteile eines Narzissmus wird man kaum Erfolg im Leben und in der Liebe haben. Ausgeprägter Narzissmus jedoch macht den Menschen und seine Umgebung meist sehr unglücklich. Eine schwache Eifersucht kann bei manchen Menschen sogar erwünscht sein, sie schmeichelt die andere, zu starke Eifersucht führt, wenn nicht zum Scheitern, dann zu einer unglücklichen Beziehung in vielerlei Hinsicht.

Beim seelischen Missbrauch des Partners heißt das Motto nicht: „Wenn ich für dich etwas will, was du willst, dann liebe ich dich“, sondern „Wenn ich für dich will, was ich für dich will, dann liebe ich mich durch dich.“

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  Die vielen Gesichter der Eifersucht

Von der Eifersucht weiß man vor allem eines: Dass sie sehr viele Gesichter hat. Ein Blick in die Gerichtsakten zeigt allein, wie viele Verbrechen mit dem Motiv der Eifersucht heraus begangen werden. Ein Mann bringt seine Frau um, weil sie ihn verlassen hat und er den Gedanken nicht erträgt, sie an einen anderen Mann zu verlieren. Er ist zum Mord bereit, obwohl er dadurch gleichzeitig das Liebste verliert, was er besitzt. In der Literatur findet dieser Mann viele Vorahmer. Othello tötet in Shakespeares gleichnamigem Theaterstück aus Eifersucht zunächst seine Frau und dann sogar sich selbst, weil er schließlich das Liebste verloren hat, was er besitzt. Auch Büchners Fragment „Woyzeck“ ist in der Literatur als Eifersuchtsroman bekannt. Natürlich zeigt sich Eifersucht nicht immer in dieser extremen Form und landet vor Gericht. Sie kann sich auch dadurch ausdrücken, dass die Frau am Abend minutiös erfahren will, mit wem ihr Mann zum Mittag essen war und ob die neue Kollegin in sein „Beuteschema“ passt. Eifersucht ist auch, wenn der Mann seiner Frau verbietet, kurze Röcke zu tragen oder ohne ihn mit einer Freundin einen Cocktail zu trinken. Dennoch ist die Mordlust aus Eifersucht nicht besonders weit hergeholt, denn Eifersüchtige haben oftmals kaum noch Kontrolle über ihre Gefühle. Sie reflektieren nicht mehr rational, warum sie ihre Freundin am Ausgehen hindern wollen oder warum der Mann lieber in seiner Firma kündigen, statt mit der neuen, hübschen Kollegin zusammenarbeiten soll. Eifersucht ist ein Gefühl voller Widersprüche, bei dem der geliebte Mensch lieber als Partner aufgegeben wird, statt ihm seine oder ihre Freiheiten zuzugestehen.

  Liebe und Treue

Die Gesellschaft beantwortet die Frage, ob an dem Küchentisch in der Partnerschaft auch drei Stühle stehen dürfen mit einem klaren Nein. Sexuelle Begegnungen finden in einer intakten Partnerschaft nur zwischen zwei Personen statt. Man ist dem anderen sexuell treu. Bei einer kirchlichen Trauung weisen die Pfarrer gerne auf das Symbol des Ringes hin. Der runde Ring steht für die Versiegelung der Partnerschaft ‒ wird er von außen durch eine weitere Person durchbrochen, dann ist das Symbol und damit auch die Partnerschaft zerstört. Ist das wirklich so? Gibt es Ausnahmen? Da es nicht DIE Partnerschaft gibt, existiert auch nicht DIE Regel für die Anzahl der sexuell Liebenden. Jedes Paar kann dazu seine eigene Vereinbarung treffen. Wenn beispielsweise ein Partner bisexuell ist und der oder die Andere diese eine Seite der Sexualität nicht erfüllen kann, ist eine Regel gegen die Ausschließlichkeit der sexuellen Zweierbeziehung denkbar. Auch in jeder anderen Beziehung können individuelle Vereinbarungen getroffen werden, die den Begriff der "Treue" dehnen.

Ich leite von dem Begriff Treue in erster Linie das Wort Vertrauen ab. Vertrauen kann auch dann bestehen, wenn die Partner einvernehmlich entscheiden, dass sie auch andere Menschen für die Sexualität in der Partnerschaft zulassen. Paare leben nicht in einem Vakuum. Ein „only you" in der Liebe ist eigentlich ein Widerspruch in sich. Wie kann man denn davon ausgehen, dass es unter den 6 Milliarden Menschen es nur einen Menschen gibt, den man lieben und begehren kann? Es gehört doch einfach zum lebendigen Leben, dass Sie auch anderen Menschen begegnen, die sie sexuell anziehend finden bzw. begehren. Wichtig ist, dass es zwischen den Partner ein Einvernehmen gibt, wie man mit diesen Situationen umgeht. Wir müssen uns von der klassischen Gleichung verabschieden, dass sexuelle Treue das Sinnbild einer glücklichen Partnerschaft ist. Man kann ein Leben lang treu und unglücklich sein, oder aber untreu und glücklich. Treue hat nur im Kopf etwas mit sexueller Ausschließlichkeit zu tun. Treue ist ein Synonym für Loyalität und Verlässlichkeit. Treue = das Festhalten an einer einmal eingegangenen Bindung zu jemandem oder zu etwas.

Description: Kernthemen in Sexualberatungen und der Paarberatung systemisch - Bindungsangst, Narzissmus, fürsorgliche Liebe - werden durch Spezialberatung behandelt.

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