Verzeihen bedeutet auch Verzicht
Wichtige grundsätzliche Informationen für Sie
Zwei selbstständige Berater, ein gemeinsamer Auftritt: Sie wählen, mit wem Sie arbeiten möchten. Jede Person erbringt ihre Beratung eigenständig und in eigener Verantwortung. Vertrag und Abrechnung erfolgen ausschließlich mit der von Ihnen gewählten Person. Unsere Paarberatung und unser Coaching unterstützen Sie dabei, Ihre Kommunikation zu verbessern, konkrete Konfliktsituationen zu bearbeiten und eigene Entscheidungen und nächste Schritte zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Ihre Stärken, Handlungsmöglichkeiten und die praktische Gestaltung Ihres Alltags und Ihrer Beziehungen. Es geht nicht darum, Schuld zuzuweisen. Wir erbringen keine medizinischen-, keine psychotherapeutischen und keine Wohlfahrtsleistungen, stellen keine Diagnosen und behandeln keine Erkrankungen und keine Notfälle. Unsere Beratung ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung oder Behandlung und ist kein Ersatz für Caritas & Co. Unser Angebot richtet sich ausschließlich an private Selbstzahler, an gesunde Menschen, die in Ihrem Leben etwas an Ihrer Denk- und Handlungsweise ändern wollen. Die Beratung erfolgt auf Grundlage einer privaten Honorarvereinbarung; eine Abrechnung erfolgt auf private Rechnung. Mehr dazu · Impressum
Dank unserer digitalen Terminbuchung und einer gut organisierten, lösungsorientierten Arbeitsweise können wir Ihnen auch kurzfristig Termine anbieten. Für mehr Flexibilität im Alltag stehen Ihnen auch Abendtermine nach 18 Uhr und Termine am Wochenende zur Verfügung. So können Sie einen Termin buchen, der zu Ihrem Leben passt. Wir bieten keine Heilbehandlung und keine Wohlfahrtspflegedienste an. Generelle und detaillierte Erläuterungen zu unserem Angebot: systemisches Paar-und Beziehungscoaching
In Liebe verzeihen – Paarberatung bei Verletzungen und Neuausrichtung
Verzeihen kann in Paarbeziehungen ein bedeutender Schritt sein – insbesondere nach Verletzungen, Enttäuschungen oder Vertrauensbrüchen. Es ist kein einfacher Prozess und keine pauschale Lösung. Verzeihen bedeutet nicht, Schmerzen zu verdrängen oder erlittene Grenzen zu ignorieren. Vielmehr geht es um eine bewusste Entscheidung, den eigenen Weg und den des anderen in Klarheit zu bedenken.
In der Paarberatung betrachten wir Verzeihen als einen inneren und zwischenmenschlichen Klärungsprozess. Wir untersuchen gemeinsam, was geschehen ist, welche Bedürfnisse und Grenzen betroffen sind und wie Worte, Handlungen und Verantwortung eingeordnet werden können. Ziel ist es, realistische Perspektiven zu entwickeln – ob das bedeutet, wieder zueinanderzufinden, oder die Beziehung auf einer anderen Grundlage neu zu gestalten.
Diese Form der Begleitung bietet Raum für ehrliche Reflexion, respektvollen Austausch und Orientierung. Sie unterstützt Sie darin, Ihre Gefühle zu verstehen, Ihre Grenzen zu achten und tragfähige Schritte zu definieren – im Respekt vor sich selbst und vor dem anderen.
In jeder Beziehung kommt es zu einem anderen Zeitpunkt zu dem Punkt, an dem es etwas zu verzeihen gibt. Ob es sich nun um ein Fremdgehen handelt oder eine andere Art von Betrug und Verletzung: Am Ende kommt es immer zu der Frage, ob es sich lohnt, zu verzeihen, und ob Vergebung überhaupt möglich ist. Ein Text über das Thema der Vergebung in der Liebe.
Verzeihen in der Liebe: Was bedeutet das eigentlich?
Wer vergibt, verzichtet auf etwas, das ihm eigentlich zustünde. Auch »verzeihen« bedeutet vom Wortsinn her ursprünglich: verzichten. »Vergeben« besteht aus der Vorsilbe »ver-« und dem Verb »geben«. Die Vorsilbe »ver-« bedeutet in unserem Fall »weg-«, so wie im Wort »verschenken« oder »veräußern«. Wer etwas vergibt, gibt etwas her: einen Anspruch, den er gegenüber einem anderen Menschen hat oder zu haben glaubt. Einen Anspruch auf Sühne, auf Strafe, auf eine Art von Wiedergutmachung des Unrechts, das der andere mir angetan hat. Wer vergibt, schenkt also dem anderen etwas.
Vergebung in der Liebe bedeutet, loslassen können
Wer vergibt, lässt etwas los. Er lässt das schwere Paket los, das er mit sich trägt – Gefühle wie Hass, Bitterkeit, Wut, Groll, Enttäuschung. Wer dieses Paket nicht loslässt, muss es zwangsläufig tragen, nachtragen: demjenigen, der uns Böses angetan hat. Wer nicht vergibt, ist also nachtragend – und muss dementsprechend schwer schleppen. »Am Nachtragen schleppen wir uns noch zu Tode«, sagte einmal eine erfahrene Seelsorgerin.
Kränkungen als Last für die Betroffenen
Ob der, der die Kränkung zugefügt hat, an der Last seines Unrechts schwer trägt, ist oft nicht erkennbar. Wer aber gewiss schwer daran trägt, ist der gekränkte Mensch. Er meint vielleicht, den Verletzer damit zu strafen, dass er ihm nicht einfach vergibt – doch der eigentlich Gestrafte ist in erster Linie er selbst. Der Gekränkte weiß meist nicht, ob der andere etwas davon ahnt, wie tief er ihn verletzt hat, ob ihm bewusst ist, wie sehr er ihm grollt. Und – falls er es weiß – ob es ihn überhaupt belastet oder gar peinigt. Der Verletzte hat das in der Regel auch nicht in der Hand und kann es oft nicht wesentlich beeinflussen.
Wir können nur uns selbst ändern
Der einzige Mensch, auf den wir wirklich Einfluss haben, sind wir selbst. Der „Täter“ ist über alle Berge, wir haben keinen Kontakt mehr zu ihm oder er kann sich nichts von seinen Gefühlen anmerken lassen – wie es in ihm aussieht, bleibt für den, der gekränkt wurde, ein großes Rätsel. Was mit den anderen geschieht, können wir oft gar nicht mehr herausfinden, dass man einander aus dem Weg geht. Seine Hoffnung, es durch Nachtragen dem Schädiger möglichst schwer zu machen, ihn womöglich zur Reue zu zwingen, lenkt deshalb vom eigentlichen Drama ab: dass er es auf jeden Fall sich selbst schwer macht. Denn er ist es schließlich, der die Last trägt. Der andere und sein Unrecht rutschen ihm eben nicht den Buckel hinunter, auf jeden Fall nicht von selbst. Der Gekränkte ist es, der loslassen muss.
Eine Metapher für die Vergebung in der Liebe: die giftige Schlange
Stellen Sie sich für einen Moment vor, dass Ihnen auf einem Campingausflug eine giftige Schlange in den Schlafsack kriecht und beißt. Und dann nehmen wir an, dass Sie, nachdem die Wunde versorgt wurde, sich auf die Suche nach der Schlange machen und sie fangen. Sie nehmen sie mit nach Hause und halten sie als Haustier. Immer wieder nehmen Sie sie heraus und spielen mit ihr und lassen sich wieder beißen. Was würden Sie von mir denken?
Der Wunsch nach Rache nach einer Verletzung
Aber das ist genau das, was einige Menschen mit der „Giftschlange der unfairen Behandlung“ machen. Anstatt sie zu zerstören, bewahren sie auf, damit sie andere damit verletzen können. Durch Vergebung werden wir diese Giftschlangen los, die uns immer wieder verletzen. Dein eigenes Gedächtnis ist eine Wiederholung der Verletzung – ein Videoband innerhalb Deiner Seele, das immer wieder Deine alte Begegnung mit dem Schmerz abspielt. Du kannst es nicht abschalten. Du bist darin gefangen wie ein Schmerz-Junkie; du wirst abhängig von der Erinnerung des vergangenen Schmerzes. Es tut Dir immer wieder weh, wenn Deine Erinnerung dieses Band abspielt. Der einzige Weg, diesen Schmerz zu heilen, der nicht von selbst heilen kann, ist: der Person zu vergeben, die Dich verletzt hat.
Vergebung stoppt das Wiederabspulen des Schmerzes.
Vergebung heilt Deine Erinnerung, weil sie Deine Erinnerungs-Vorstellung verändert. Wenn Du den, der falsch gehandelt hat, vom falschen Tun lostrennst, dann schneidest Du einen bösartigen Tumor aus Deinem Inneren. Du setzt einen Gefangenen frei, aber Du bemerkst, dass der wirkliche Gefangene Du selbst warst.
Liebe und Verzeihen: über die Vergebung in der Liebe
In Liebe verzeihen – Paarberatung bei Verletzungen und Neuausrichtung
Verzeihen bedeutet Verzicht.


