Thema Trennung - Allgemeines

Hier einige Fragen und Antworten, die Sie sich vermutlich gerade im Moment angesichts einer Trennung/Scheidung stellen: Ich kann das meinem Partner nicht antun. Er hat so viel für mich getan. Sie haben wahrscheinlich alles versucht, Ihre Partnerschaft zu retten. Sie tun Ihrem Partner nichts an, wenn Sie sich von ihm trennen. Langfristig helfen Sie sich und Ihrem Partner, wieder mehr Zufriedenheit zu finden.

Manchmal hat sich die Liebe leise aus unserer Ehe verabschiedet, doch wir wollen es nicht wahrhaben. Doch selbst die beste Streitkultur kann Zerbrochenes nicht zusammenfügen. Manche Auseinandersetzung wird die bedrückende Wahrheit zeigen: Ein Riss, der nicht mehr zu kitten ist, wird durch einen Streit schnell sichtbar. Vielleicht liegt darin die Scheu vieler Menschen vor einem Streit, selbst wenn er fair verläuft.

Verlassen zu werden ist ebenso wie das eigene Verlassen eines Partners ein tiefgreifender Einschnitt in das gesamte Leben. Unabhängig davon, wie lange Ihre Partnerschaft bestand und unter welchen Umständen es zur Trennung gekommen ist –Verzweiflung, Wut, Hass, Angst und auch Schuld stehen im Vordergrund und scheinen ein unkontrollierbares Eigenleben zu entwickeln.

Seien es anhaltende Streitereien, seien es unterschiedliche Bedürfnisse, sei es ein Seitensprung oder auch mangelnde Kommunikationsfähigkeit – irgendwann kommt einmal der Punkt, an dem zumindest einer von zweien in einer Partnerschaft oder Ehe eine Trennung in Erwägung zieht. Es scheint keine Lösung in Sicht – vielmehr herrscht blanke Hilflosigkeit, die eher Flucht statt Rettungsversuch anrät.

Gleichgültig, wie lange und unter welchen Lebensumständen Sie verlassen wurden, nach einer Trennung sind Gefühle der Verzweiflung, der Wut, des Hasses, der Angst und der Schuld ganz normal. Sie gehören jetzt zu einer großen Gruppe von Menschen, die gerade auch diese Gefühle verspüren. Bei den einen tritt ein Trennungserlebnis früher, bei den anderen später in ihrem Leben ein. Manche werden nur einmal, manche mehrmals in ihrem Leben mit einer Trennung konfrontiert.

Wie viele Tage, vielleicht Wochen sind jetzt vergangen, als Ihr Partner sich von Ihnen getrennt hat, als er/sie ausgezogen ist? Wie sieht es jetzt in Ihrem Inneren aus – und wie können Sie den Schmerz des Verlassen-worden-seins bewältigen? Ganz gleich, wie lange es schon her ist und unter welchen Lebensumständen Sie verlassen wurden: Nach jeder Trennung sind Gefühle der Verzweiflung, der Wut, des Hasses, der Angst und der Schuld ganz normal.

Wer vergibt, verzichtet auf etwas, das ihm eigentlich zustünde. Auch »verzeihen« bedeutet vom Wortsinn her ursprünglich: verzichten. Vergeben besteht aus der Vorsilbe »ver-« und dem Verb »geben«. Die Vorsilbe »ver-« bedeutet in unserem Fall »weg-«, so wie im Wort »verschenken« oder »veräußern«. Wer etwas vergibt, gibt etwas her: einen Anspruch, den er gegenüber einem anderen Menschen hat oder zu haben glaubt.

Wir trennen uns - wollen aber gute Eltern sein. Die Entscheidung, sich zu trennen fällt in der Regel wirklich nicht leicht. Gerade jedoch, wenn aus der Partnerschaft oder Ehe gemeinsame Kinder hervorgehen, wird dieser einschneidende Schritt zu einer besonderen Herausforderung. Oft wird die Trennung auch gerade wegen der Kinder immer wieder hinausgezögert – auf Dauer keine befriedigende Lösung für alle Beteiligten.

Selbst wenn wir es noch so gerne hätten, nichts ist für immer. Auch für die Liebe gibt es keinen unbegrenzten Garantieschein. Streit, Meinungsverschiedenheiten und Diskussionen gehören zum Beziehungsalltag und sind grundsätzlich völlig normal. Solange die Partner wieder zueinander finden und positive Gefühle füreinander verspüren, sind Streitereien keine wirkliche Gefährdung.