Seitensprung - Eine Chance für Ihre Liebe

Ein Seitensprung sorgt für klare Verhältnisse

Seitensprung – eine Chance für Ihre Liebe? Für die meisten Betroffenen klingt diese Frage im ersten Moment wie Hohn. Und doch bringt ein einzelnes Ereignis regelmäßig Themen auf den Tisch, die jahrelang niemand angesprochen hat. Manchmal öffnet es Türen.

5 Sterne Qualität: Kompetent – Nah – Menschlich

Seiteninhaltsverzeichnis: Seitensprung: einmalig, spontan – und dann? | Paarberatung

  1. Die Welt geht davon nicht unter
  2. Wenn es einmal passiert – und einmalig bleibt
  3. Ein Beispiel aus unserer Beratung
  4. Der Tropfen, nicht das Fass
  5. Welche Sehnsucht war im Spiel?
  6. Ist ein Seitensprung ein Trennungsgrund?
  7. Wann daraus eine Chance wird – und wann nicht
  8. Häufige Fragen zum Seitensprung
  9. Jetzt Unterstützung holen

Über 128 Paare und Einzelpartner aus Deutschland, der Schweiz und Österreich bewerten unsere Arbeit bei ProvenExpert. Reale und geprüfte Bewertungen unserer Paarberatung

Alle Erst- und Abklärungsgespräche unterliegen unserer 100 % Zufriedenheitsgarantie. Systemische Paartherapeuten der Heidelberger Schule · über 8.000 gemeinsame Beratungen in zwei Jahrzehnten.


Die Welt geht davon nicht unter

Über das Thema gibt es gefühlt so viele Abhandlungen und Meinungen wie Sterne am Himmel. Es scheint alles gesagt zu sein. In einer Beziehung führt ein solches Ereignis trotzdem in den meisten Fällen zu dem Gefühl, dass gerade alles zusammenbricht. Der verletzte Partner fühlt sich hintergangen, Träume platzen, und was tragfähig schien, erweist sich als Seifenblase.

Als Paarberater kann ich Ihnen an dieser Stelle die Angst nehmen: Die Welt geht davon nicht unter. Wir begleiten seit zwei Jahrzehnten Paare durch genau diese Wochen, und die allermeisten von ihnen stehen ein Jahr später an einem Punkt, den sie sich am ersten Tag nicht hätten vorstellen können – ob gemeinsam oder getrennt.

Was dabei fast immer geschieht: Themen kommen auf den Tisch, die bislang im Verborgenen geblieben sind. Dahinter steckt oft weit mehr als die Sehnsucht nach Sex und körperlichem Austausch.

Wenn es einmal passiert – und einmalig bleibt

Nicht jedes Ereignis dieser Art hat eine Vorgeschichte. Manches entsteht aus einer Situation heraus: eine Feier, eine Dienstreise, Alkohol, ein Moment, in dem die eigenen Regeln weiter entfernt schienen als sonst. Wer so etwas erlebt hat, beschreibt es oft mit Verwunderung über sich selbst.

Für den verletzten Partner ist gerade das schwer einzuordnen. Ein Ereignis ohne erkennbaren Grund lässt sich nicht reparieren – es gibt nichts abzustellen. Diese Ratlosigkeit ist unangenehmer als eine klare Ursache, auch wenn sie objektiv die günstigere Ausgangslage ist.

Wo sich ein solches Ereignis nicht wiederholt und nicht in eine dauerhafte Verbindung übergeht, liegt eine andere Situation vor als bei einer längeren Außenbeziehung. Worin genau die Unterschiede bestehen, ordnet der Beitrag Seitensprung – Affäre und Treue ein.

Ein Beispiel aus unserer Beratung

Während einer Beratung mit einem Klientenpaar kam heraus, dass die Frau einen Seitensprung mit einem anderen Mann hatte. Vordergründig ging es ihr dabei gar nicht um Sex. Es stellte sich heraus, dass sie die Begegnung vor allem deshalb genossen hatte, weil der andere ihr zuhörte und sie mit ihm reden konnte. Genau das hatte sie in der langjährigen Beziehung mit ihrem Mann sehr vermisst.

Gespräche wie dieses geben einer Beziehung neue Impulse. Für den verletzten Partner lohnt die Frage, was der andere dort erlebt hat, das in der Beziehung nicht mehr stattfindet. Werden Fehlstellen benannt, entsteht gleichzeitig die Möglichkeit, sie zu beheben.

Sinnvoll ist dann die Prüfung, ob das Vermisste früher einmal vorhanden war und ob es miteinander wieder möglich wäre. Fällt die Antwort positiv aus, lohnt es sich, diesen Aspekt bewusst zurück in die Beziehung zu holen.

Drei Fragen zum Innehalten

Was hat der andere dort erlebt, das bei Ihnen beiden zuletzt gefehlt hat?

Gab es das früher zwischen Ihnen – und wann ist es verschwunden?

Wäre es miteinander wieder möglich, wenn Sie es ausdrücklich vereinbaren würden?

Der Tropfen, nicht das Fass

Solche Ereignisse sind selten der Grund dafür, dass eine Beziehung beendet wird. Vielmehr sind sie meistens der Tropfen, der ein ohnehin schon volles Fass zum Überlaufen bringt. Was danach zerbricht, war in vielen Fällen längst brüchig – nur hat es niemand aussprechen wollen.

Diese Beobachtung entlastet niemanden von der Verantwortung für das eigene Handeln. Sie verschiebt aber die Frage: Statt „wie konnte das passieren“ wird interessanter, was in den Jahren davor unbesprochen geblieben ist. Paare, die diesen Blick zulassen, kommen erfahrungsgemäß weiter als Paare, die ausschließlich das Ereignis verhandeln.

Wo mehrere Ursachen zusammenkommen und sich über Jahre aufgebaut haben, ordnet der Beitrag Fremdgehen – Ursachen und Bedeutung die häufigsten Zusammenhänge.

Welche Sehnsucht war im Spiel?

Die meisten Menschen, die sich auf so etwas einlassen, möchten damit eine unerfüllte Sehnsucht stillen. Das kann eine körperliche Sehnsucht sein, ebenso gut eine emotionale – nach Aufmerksamkeit, nach Leichtigkeit, nach dem Gefühl, gesehen zu werden.

Bemerkenswert ist, wie selten die Betroffenen selbst benennen können, worum es ging. Erst im Gespräch wird deutlich, welcher Mangel dahinterstand. Bis dahin bleibt das eigene Handeln oft ebenso rätselhaft wie für den anderen.

Wer sich diesen Mangel bewusst macht und gemeinsam versucht, ihn in der Partnerschaft zu erfüllen, kann das schmerzhafte Ereignis in eine neue Möglichkeit für die Liebe verwandeln. Schmerzhaft bleibt es trotzdem.

Ist ein Seitensprung ein Trennungsgrund?

Das entscheiden ausschließlich Sie beide. Manche Paare haben ausdrücklich vereinbart, dass an dieser Stelle Schluss ist, und halten sich daran. Andere stellen fest, dass ihre Beziehung mehr trägt, als sie selbst vermutet hätten.

Auffällig ist, wie viele Menschen in den ersten Tagen eine Entscheidung treffen wollen, die sie Wochen später nicht mehr so treffen würden. Der Schwebezustand ist schwer auszuhalten, und eine Entscheidung beendet ihn scheinbar. Sie beendet ihn allerdings nur, wenn sie trägt.

Falls Sie zu dem Ergebnis kommen, dass es weitergehen soll, beschreibt der Beitrag Affäre verzeihen – geht das?, was auf dieser Strecke tatsächlich passiert. Wer selbst gehandelt hat und nicht weiterweiß, findet Orientierung unter Fremdgegangen – was jetzt?.

Wann daraus eine Chance wird – und wann nicht

Eine Chance entsteht nicht durch das Ereignis, sondern durch das, was danach besprochen wird. Wo beide bereit sind, über Jahre Verschwiegenes zu sprechen, kann eine Beziehung an Substanz gewinnen. Bleibt einer von beiden lieber beim Zustand davor, endet es bei der Verletzung.

Nicht entstehen kann eine Chance, wenn das Ereignis als Argument aufbewahrt wird. Paare, in denen es bei jedem Konflikt wieder auf den Tisch kommt, verlieren erfahrungsgemäß beides – die Klärung und die Beziehung. Das ist keine Frage von gutem Willen, sondern von Erschöpfung.

Und manchmal ist die Trennung das stimmigere Ergebnis. Auch dann war die Klärung nicht vergeblich: Sie erspart die lebenslange Frage, ob es anders möglich gewesen wäre. Wie wir solche Prozesse begleiten, beschreibt unsere Paarberatung.

Häufige Fragen zum Seitensprung

Ist ein einmaliges Ereignis wirklich weniger schwerwiegend?

Für die Beziehungsdynamik meist ja, für den Schmerz nicht unbedingt. Eine einzelne Situation hinterlässt keine parallel gewachsene Bindung, die erst gelöst werden müsste. Wie schwer sie wiegt, entscheidet aber die verletzte Person, nicht die Statistik.

Kann so etwas im Rausch einfach passieren?

Alkohol und ungewohnte Situationen senken die Hemmschwelle, das ist gut belegt. Eine Erklärung ist das, keine Entschuldigung – und für den verletzten Partner meist ein schwacher Trost. Nützlicher ist die Frage, welche Situationen künftig anders gestaltet werden.

Muss ich meinem Partner davon erzählen?

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort, und die Meinungen gehen weit auseinander. Entscheidend ist weniger das Ob als das Wozu. Diese Frage behandelt der Beitrag Fremdgegangen – was jetzt? ausführlich.

Wie oft kommt so etwas überhaupt vor?

Befragungen kommen auf ungefähr ein Drittel der Erwachsenen, die mindestens einmal untreu waren – erfasst sind dabei nur jene, die es offen einräumen. Verbreiteter, als das Schweigen darüber vermuten lässt.

Wann ist eine Begleitung sinnvoll?

Sobald die Gespräche zu zweit regelmäßig eskalieren oder gar nicht mehr stattfinden. Ein Erst- und Abklärungsgespräch ist auch einzeln möglich, wenn Ihr Partner sich noch nicht entschließen kann.

Jetzt Unterstützung holen

Sie möchten herausfinden, was zwischen Ihnen wirklich gefehlt hat – ohne Schuldzuweisung und ohne Bewertung? Ein Erst- und Abklärungsgespräch schafft dafür einen geschützten Rahmen.

Wir, Bernd und Doris Nickel, sind beide zertifizierte systemische Paartherapeuten der Heidelberger Schule (SI-HD, PD Dr. med. Arnold Retzer) und VFP-Mitglieder. Bernd Nickel ist zusätzlich Zertifikatsinhaber der systemischen Sexualtherapie (Prof. Clement, IGST-HD) und DGSF-Mitglied. Über 8.000 gemeinsame Beratungen in zwei Jahrzehnten sind die Grundlage unserer Arbeit. Unsere Tätigkeit ist Beratung und Begleitung – keine Heilkunde und keine Wohlfahrtspflege.

Unsere 100 % Zufriedenheitsgarantie

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