Schuld finden

Fachpraxis für systemische Paarberatung und systemische Sexualberatung

Schuld finden

Ein Fußgänger ging einmal eine Straße entlang als plötzlich ein Mann mit schnellem Schritt aus einem Hauseingang stürzt. Heftig prallen die beiden gegeneinander. Wütend beschimpft der Mann den Fußgänger. Doch dieser bleibt ruhig, lächelt und sagt: "Ich weiß nicht, wer von uns beiden die Schuld an unserem Zusammenstoß hat. Ich habe aber auch keine Lust, meine kostbare Zeit mit der Beantwortung der Frage zu verschwenden. Deshalb: Wenn ich die Schuld trage, entschuldige ich mich hiermit und bitte Sie für meine Unachtsamkeit um Verzeihung. Falls Sie der Schuldige waren, können Sie die Sache einfach vergessen." Mit diesen Worten verbeugt er sich leicht und geht lächelnd seines Wegs. frei nach Anthony de Mello
LIEBE FREUNDE
Die Weihnachtszeit - da soll Frieden einkehren, Besinnung, Stille, Kerzenschein und ein liebevolles Miteinander. Tatsächlich jedoch ist gerade die Vorweihnachtszeit eine besonders hektische Zeit. Die Menschen hetzen, von einem friedvollen Umgang miteinander kann oft nicht die Rede sein. Da bietet es sich geradezu an, einmal wieder über eines unserer häufigsten unguten Gefühle nachzudenken - den Ärger.
Im HEUTE-Buch steht der Satz "Du kannst dich den ganzen Tag ärgern, verpflichtet bist du nicht dazu." Leichter gesagt als befolgt. Sicherlich kann ich nicht verhindern, dass einmal Ärger in mir aufsteigt. Ich kann jedoch lernen, mit ihm umzugehen und ihm möglichst wenig Raum in meinem Leben zu geben. Das ist gut für mich, meine Lebensqualität und Gesundheit und auch für die Menschen in meiner Umgebung.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen friedvollen und möglichst gelassenen Dezember mit vielen erfüllten, erfolgreichen Tagen.
HEUTE
Wäre doch schön, wenn sich die Welt und die Menschen immer genau so verhalten würden, wie wir es gerne hätten. Ein sinnloser Wunsch, denn das Leben ist voller Unwägbarkeiten und Überraschungen. Wer Auto fährt, dem wird auch mal die Vorfahrt genommen. Wer einkaufen geht, erlebt auch mal die lange Schlange an der Kasse. Wer essen geht, wird auch mal unfreundlich bedient. Wer etwas tut, macht auch mal einen Fehler. Diese Liste der "Ärgernisse" könnte man endlos fortsetzen. Gewohnheitsmäßig kann ich mich natürlich über alles ärgern und meinen Unmut kundtun. Aber: Ärger macht alles nur noch schlimmer!
Allein die Redewendung "Ich ärgere mich" zeigt es deutlich. Irgendetwas läuft schief, irgendjemand verhält sich nicht so, wie ich es gerne hätte, und als Doppelbestrafung ärgere ich mich auch noch und zerstöre meine Lebensfreude, Kreativität und letztendlich auch meine Gesundheit.
Sicherlich können wir uns den Ärger nicht komplett abtrainieren und es wäre auch ungesund, Ärgergefühle einfach nur zu unterdrücken. Stattdessen können wir lernen, Ärgergefühle wahrzunehmen, dann jedoch zu entscheiden, ob die missliche Situation oder der andere Mensch wirklich die Macht hat, meine Lebensfreude und Kreativität zu zerstören. Und sind es nicht gerade die herausfordernden Situationen und die Menschen, die uns Schwierigkeiten bereiten, die unsere größten Lehrmeister sind. Hier können wir lernen, dankbar für die Erfahrung zu sein, die uns auffordert, täglich Tugenden wie Gelassenheit, Freundlichkeit und Liebe zu trainieren.
Was kannst du tun?
Wenn Ärger in dir aufsteigt, dann frag dich innerlich: "Bin ich wirklich bereit, mich diesem Gefühl hinzugeben?" Dann prüfe, ob du die Situation ändern kannst. Ist das nicht möglich, dann schau, wie du deine Einstellung ändern kannst und überlege dir, welchen besonderen Vorteil die Situation in sich trägt.

 
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