Heißes Thema - offene Beziehungen

Fachpraxis für systemische Paarberatung und systemische Sexualberatung

Liebe ohne Grenzen?

Neben der Beziehung, Partnerschaft oder Ehe, die von der emotionalen, wie auch körperlich ausschließlich festgelegten Zweisamkeit lebt, ist die sogenannte „offene Beziehung“ durchaus ein Thema für viele Paare. Ein manchmal eher heißes Thema, weil sie entweder in gegenseitigem Einverständnis praktiziert wird – oder aber durch völlig unterschiedliche Sichtweisen und Bedürfnisse der Partner zum Problem wird.
Eine Beziehung zu führen, in der beide Partner wissentlich die Freiheit haben, auch andere, vorrangig sexuelle Kontakte, zu erleben, erfordert absolute Offenheit, Ehrlichkeit und vor allem echtes Einverständnis BEIDER Partner.
In der Realität stellt sich jedoch häufig heraus, dass einer der Partner dieses Einverständnis nur aus Verlustängsten, nicht jedoch aus wirklich tiefster Überzeugung demonstriert – die Krise ist somit vorprogrammiert und zwar für alle Beteiligten.Ständiger Druck, das Zurücknehmen der eigenen Sichtweise und somit „Unterwerfen“, führen zu Konflikten im gesamten Beziehungsgefüge – Kontrolle, Misstrauen, Selbstwertverlust und Eifersucht sind keine Säulen, auf dem ein partnerschaftliches Haus stehen kann.
Konventionelle Erwartungen und Moralvorstellungen bezüglich einer Beziehung führen hier ebenso wenig zu einer Lösung, wie provokativ vertretene Meinungen zu einem revolutionären Freiheitsdenken in Partnerschaften, das angeblich zu höherem Glück führt.
Wer also mit dieser Thematik und eventuellen Problematik konfrontiert ist, sollte genau aufpassen, welcher Rat ihm hilft und wo selbst in subtilster Weise Beeinflussung stattfindet.
Sehr leicht wird dem an einer herkömmlichen Beziehungsform festhaltenden Partner versuchsweise ein schlechtes Gewissen eingeredet, weil er angeblich „spießig“ sei und sich nicht frei öffnen könne.
Umgekehrt wird der für eine offene Beziehung plädierende Partner leicht mit Vorwürfen der Beziehungs- und Bindungsunfähigkeit konfrontiert – beides im Grundsatz meist falsch und wenig konstruktiv.
Anstatt sich also mit Selbstzweifeln, gegenseitigen Vorwürfen oder statistischen Erkenntnissen über die angebliche Polygamie des menschlichen Wesens zu plagen, ist es ratsam, sich der individuellen Fragestellung oder Problemsituation zu widmen.
Es geht ausschließlich darum, herauszufinden, was wirklich und wahrhaftig dem eigenen Wunsch der Beziehungsform entspricht und dies auch selbstbewusst zu vertreten.
Dieses Recht und im Sinne der Ehrlichkeit eigentlich sogar die Pflicht, gilt natürlich auch für den Partner!
Nur so lässt sich erkennen, ob beide Vorstellungen miteinander vereinbar sind und wie diese im Detail aussehen.

Es gibt viele Möglichkeiten, die Liebe zu leben. Letztendlich muss jedes Paar entscheiden, was möglich ist und was nicht.
Manchmal kristallisieren sich die Sichtweisen zum Thema „offene Beziehung“ als so unterschiedlich heraus, dass keiner der beiden Partner wirkliche Zufriedenheit findet.
Die Lösung besteht in diesem Fall darin, sich nicht für den Anderen zu verbiegen oder aufzugeben. Wo keine Einigung zu finden ist, soll sie auch nicht erzwungen werden.
Letztendlich führt aber auch diese Erkenntnis immer zu neuen Wegen!

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Bernd Nickel Systemischer Berater Mitglied im Berufsverband DGSF und VFP

Bernd Nickel (Autor)

zertifizierter systemischer Paartherapeut, Paarberater, Paarcoach,
Mitglied in den Berufsverbänden DGSF und VFP