Flotter Dreier? Mit dem Beruf verheiratet

Fachpraxis für systemische Paarberatung und systemische Sexualberatung

Paarberatung - Rettungstipps für die "Ehe zu dritt"

Es könnte so schön sein.

Verliebt und glücklich mit dem Partner, gemeinsame Aktivitäten, ein trautes Heim, ständige Nähe zueinander. Die Realität sieht meist anders aus, denn die Lebensmuster von Männern und Frauen können in der Regel unterschiedlicher nicht sein.
Das Leitbild des "typischen" Mannes besteht in erster Linie aus Erfolg im Beruf, hierfür wendet er seine Zeit und seine Kraft auf. Er definiert sich über seinen beruflichen Werdegang und seine Stellung – ein aus evolutionärer Sicht völlig normales Verhalten.
Noch immer glauben Männer, sie seien erst dann "wahre Kerle", wenn sie besonders angesehen, erfolgreich und dementsprechend gut bezahlt sind.
Dank permanenter Überstunden, wichtiger Kundentermine und Fortbildungsmaßnahmen, sind gemeinsame Abende Mangelware, das Firmen-Handy ist selbst im Urlaub immer am Start und seinen Arbeitsfrust bringt Mann noch gratis mit nach Hause.
Dass ihre Frauen jedoch viel lieber einen engagierten Partner und Familienvater an ihrer Seite hätten, der häufiger anwesend ist und den sowohl verbalen, wie auch emotionalen Austausch fördert, kommt ihnen oft nicht in den Sinn.

Gefühle? Lieber in die Arbeit stürzen….

Auch wenn das "starke Geschlecht" in emotionale Schwankungen gerät, werden berufliche Aktivitäten gesteigert, um die so bedrohliche Gefühlslage zu kompensieren.
Sich mit eigenen Emotionen, wahren Bedürfnisse und auch Ängsten zu befassen, ist für viele Männer noch immer ein rotes Tuch, das sie weiträumig umschiffen.
Mittlerweile sind auch Frauen, die beruflich Karriere machen wollen, von diesem ehemals rein männlichen Problem betroffen.
Natürlich ist es schön, sich in einer Beziehung gegenseitig zu unterstützen und dem Partner oder der Partnerin auch einmal den Rücken freizuhalten, wenn ein Lebensbereich stressig ist.
Wird dies jedoch zum Dauerzustand, gerät auch die gesündeste Beziehung in Schräglage.
Immer nur zurückstecken, damit der Partner freie Hand hat, wird auch dem rücksichtsvollsten Menschen irgendwann zu viel.
Eine überzogene Zweisamkeit ist sicherlich nicht förderlich – sich jedoch für den Partner und dessen beruflichen Erfolg aufzuopfern, geht auf Dauer auch nicht gut.

Führen auch Sie eine Ehe "zu dritt"?

Steht Ihr Beruf grundsätzlich im Vordergrund und Sie erwarten bedingungslose Rücksichtnahme, wie auch Unterstützung Ihres Partners oder Ihrer Partnerin?Oder teilen Sie Ihren Partner mit seinem Berufsleben, ziehen hier häufiger den Kürzeren und spüren eine wachsende Unzufriedenheit?

Beruf – Beziehungen – Liebe – ein flotter Dreier

Hoch qualifizierte und beruflich erfolgreiche Menschen werden oft um Ihren Status und den damit verbundenen finanziellen Wohlstand beneidet.

Aber Vorsicht – hinter diesem vermeintlichen Glück verbergen sich häufig persönliches Unglück und massive Probleme in den privaten Beziehungen. Dies betrifft heutzutage nicht nur die Männerwelt –  auch "Karrierefrauen" haben hiermit massiv zu kämpfen.

Der "flotte Dreier" aus Arbeit, Liebe und Partnerschaft wird leider meist nicht zum Spaßfaktor. Die Kombination von Berufs- und Privatleben führt viel mehr häufig zu Problemen und Streit. Nicht selten kommt die Partnerschaft, zu kurz, es kann eine regelrechte Eifersucht auf den Beruf des Partners, die damit verbundenen Aktivitäten, wie auch den Erfolg entstehen.
elcher Lebensbereich auch immer aktuell belastet wird – die Probleme greifen automatisch auf andere Lebensbereiche über.
Kummer zuhause, Qual bei der Arbeit – und umgekehrt.

Bis in die Siebzigerjahre des 20. Jahrhunderts galt das Modell des berufstätigen Alleinverdieners Mann, und der für Haushalt und Kinder zuständigen Frau, als normal und richtig.
Die alte Tradition führt auch heute noch dazu, dass der Mann unter Männern als Held beruflich im Schlachtfeld steht und sich beweisen will oder soll.
Er definiert sich meist nur über seine männliche Seite, steht unter Stress, lebt seine weiche, emotionale Seite nicht aus und  vergisst darüber leider zu oft die Bedürfnisse von Partnerin und Kindern. Familiäre Angelegenheiten werden zunehmend an die Frau delegiert, diese wünscht jedoch mit steigender Tendenz einen Ausgleich – wer viel für die Beziehung opfert, erwartet auch viel. Der nun auch im Beruf zunehmende Druck und auftretende Ärger belastet die aktuell unharmonische Privatsituation zusätzlich – ein nicht enden wollender Teufelskreis.

Das alte Balance-Modell kippt demnach seit geraumer Zeit.

Wo früher der männliche Held jedem Kampf standhielt, den Drachen tötete, und hierdurch die Gunst der Prinzessin gewinnen konnte, passiert heute oft das Gegenteil – er verliert seine Auserwählte durch eben dieses Bestreben, stets der erfolgreiche Sieger im modernen Schlachtfeld Beruf zu sein.
Andererseits wächst die Zahl der Männer, die  immer weniger daran interessiert sind, nur "Arbeitstiere" zu sein, sie suchen ihre Erfüllung ebenso in der Zweisamkeit der Partnerschaft, oder auch als präsente Väter vorhandener Kinder.

Frauen geben sich mit ihrem Status als "Nur-Hausfrau" nicht mehr zufrieden, möchten ihre unabhängige Eigenständigkeit leben und suchen ihre Herausforderung in der beruflichen Karriere.
Das Modell der dankbaren Ehefrau und Mutter, die Ihrem alleinverdienenden Retter den Rücken freihält und ihm bedingungslos auch bei Verlegungen des Arbeitsplatzes oder beruflich bedingten Auslandsaufenthalten folgt, ist für viele Frauen nicht mehr attraktiv.

Die Trennung von Arbeitsplatz und Familie oder Partnerschaft ist radikaler geworden, als zu Zeiten der vorindustriellen Gesellschaft, dies führt unweigerlich zu massiven Krisen.
Das traditionelle Modell "Arbeitsmann und Haus- oder Familienfrau" geistert noch durch viele Köpfe, greift aber oft nicht mehr – das neue Modell "Beides für Beide" funktioniert jedoch auch noch nicht, entspricht vorerst einer Idealvorstellung und scheint bislang nicht ausgereift.
Zu einer ganz besonderen Konstellation führt eine berufliche Verbindung der Partner im selben Unternehmen.
Hier wird die Diskussion über Zahnpasta-Tuben häufig auf dem Schreibtisch ausgebreitet, geschäftliche Belange vermiesen hingegen den Feierabend.

Solange mindestens einer der beiden Partner noch in alten Denkmustern verharrt, bleibt ein konstruktiver Lebensplan der harmonischen Kombination aus Beruf und Privatleben leider Wunschdenken.
Was also tun?
Die gute Nachricht - der "flotte Dreier" aus Liebe, Beruf und Partnerschaft oder Familie, ist keineswegs unmöglich und durchaus mehr als blanke Theorie!
Allerdings – wirklich "flott" ist die Umsetzung einer neuen Lebensform nicht umsetzbar, Geduld ist hier die Devise.
Althergebrachte Denkmuster und Traditionen lassen sich nicht mit einem Schlag vom Platz fegen – es bringt also nichts, sich als Paar auf dem neuen Weg gegenseitig mit Vorwürfen zu behindern.

Hier ist wirklich der Weg das Ziel!

Mut zur Abgrenzung ist gefragt, bei Männern ebenso, wie bei Frauen.
Professionelle Unterstützung, wie auch der Austausch und Solidarisierung unter Männern, die sich mehr für ihre Partnerschaft oder Familie engagieren möchten, sind hier hilfreich – es ist für Männer nicht immer leicht, sich auch beruflich abzugrenzen und sich nicht als belächelter "Softie" zu fühlen, wenn ihr Berufsmodell nicht den traditionellen Vorstellungen entspricht.
Wofür auch Frauen sich letztendlich entscheiden, für eine berufliche Karriere oder gegen die Ausübung einer Tätigkeit – Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung sollten im Auge behalten werden, um auch auf attraktiver Augenhöhe zum Partner zu stehen.

Wir tragen unser gesamtes Leben stets mit uns. Auch am Arbeitsplatz.
"Gesundes Gleichgewicht zwischen Berufs- und Privatleben" lautet die Lösung – ein Balanceakt, der sich lohnt!

Kehren Sie zurück zu einer ausgewogenen Beziehung zu zweit!

Meine systemische Paarberatung geht Ursachen auf den Grund, warum der berufliche Aspekt so übersteigert betrachtet wird und beleuchtet eventuell dahinter verborgene Selbstzweifel, Ängste und emotionale Probleme, die bislang so kompensiert wurden. 

Erleben Sie, wie diese Hintergründe verarbeitet und verabschiedet werden können, der innere Druck nachlässt, Sie miteinander in einen emotionalen Austausch kommen und zukünftig das rechte Maß für Beruf, aber auch Privat- und Familienleben finden.

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Bernd Nickel Systemischer Berater Mitglied im Berufsverband DGSF und VFP

Bernd Nickel (Autor)

zertifizierter systemischer Paartherapeut, Paarberater, Paarcoach,
Mitglied in den Berufsverbänden DGSF und VFP