Hilfe Fremdgehen und Bindungsangst

So können Sie mit wiederholenden Angstsituationen umgehen

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Wenn Befürchtungen, den Partner zu verlieren, ständige Zweifel und auch Krisen, Überhand nehmen, wird die Bindungsangst schnell zum Beziehungskiller. Wer unter Bindungsangst leidet, wird eine feste Partnerschaft entweder meiden oder in der bestehenden Partnerschaft wiederholt Gründe suchen, warum die Beziehung nicht funktioniert. Manchmal versuchen Betroffene auch, ihre Ängste durch das Fremdgehen zu kompensieren. Es kommen dann vordergründige Argumente, die augenscheinlich gegen eine Partnerschaft sprechen: Die große Distanz oder untragbare Fehler des Partners werden zur Falle für das eigene Glück.

Wie lässt sich Bindungsangst bewältigen?

Wenn Verlust- und Bindungsängste eher einer schwach ausgeprägten Störung entsprechen, sollten Sie zunächst versuchen, Ihre Einstellung zu Liebe und Partnerschaft zu beleuchten. Es ist dann möglich, sie in die gewünschte Richtung zu verändern. Sobald Sie sich erlernte Denk- und Verhaltensmuster, kindliche Erfahrungen und Erlebnisse im Elternhaus, wie auch das Verhalten der Elternteile miteinander bewusst machen, werden Ihnen einige Erkenntnisse kommen!

Entwickeln Sie eine positive Grundhaltung zu Ihrem Partner

Vielleicht gelingt es Ihnen, zunächst eine positive Grundhaltung zu Ihrem Partner zu erlangen. Der Versuch lohnt sich.
Sie können sich über Ihren Verstand selbst vermitteln, dass Ihr Partner rein gar nichts mit erlebten Schmerz- und Enttäuschungserfahrungen Ihres bisherigen Lebens zu tun hat. Vielleicht erkennen Sie aber auch, dass Ihr Partner und sein Verhalten exakt dem Bild eines Ihrer Elternteile entspricht. Und das, obwohl genau dieses Verhalten Ihnen womöglich mehr geschadet, als genutzt hat. Klären Sie in Gesprächen mit Ihrem Partner Ihre Bedürfnisse, aber auch Ihre tiefen Ängste. Ihr Partner wird Ihre Ängste und „hausgemachten“ Probleme nicht lösen können. Er wird jedoch Ihr Verhalten und dessen Vorgeschichte besser verstehen lernen und Ihr Nähe-Distanz-Problem genauer kennenlernen. Allein dies schafft zumindest Vertrauen, anstatt Krieg.

Wenn Partner aus Bindungsangst fremdgehen

Sofern Sie Ihrer ausgeprägten Bindungsangst, Ihrem Drang, durch Ablehnung oder Fremdgehen, Angst vor Nähe zu kompensieren, allein nicht Herr werden, sollten Sie therapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen.
Auf Dauer schaden Sie sich durch sich wiederholende Angstsituationen und unbefriedigende Beziehungen selbst und werden das ursächliche Problem nicht lösen. Mit fachkundiger Hilfe können alte und schmerzvolle Erfahrungen geglättet werden. Ihr angeschlagenes Selbstwertgefühl, Ihre Angst, verlassen zu werden und all die daraus resultierenden Symptome, dürfen nun Schritt für Schritt heilen. Jedes erlernte Verhalten lässt sich nachhaltig positiv verändern.
Dies erfordert Geduld – auch die Ihres Partners!

Ergründen Sie die Ursachen von Verlust- und Bindungsängsten

In der systemischen Beratung kommt es darauf an, die individuellen Ursachen der Verlustangst und Bindungsphobie herauszufiltern. Diese sind den Betroffenen in der Regel vorerst nicht bewusst. Sobald Sie eigene Ängste besser verstehen, werden sie diese nicht mehr als so belastend und störend empfunden. Darüber hinaus fördert die Beratung auch einen anderen Umgang mit eigenen Gefühlen, sodass diese sich nicht mehr so hinderlich auf die Lebensgestaltung auswirken können.

Lernprozesse für eine positive Entwicklung nutzen

Letztendlich geht es in diesem Lernprozess und der positiven Entwicklung Ihres Selbstwertgefühls darum, zu erkennen, dass Sie selbst stets Herr der Lage und nicht etwa das hilflose Opfer sind. Was auch immer Sie erfahren haben und was Ihre Ängste ausgelöst hat – Sie sind wertvoll, dürfen glücklich sein, ohne sich bedroht zu fühlen, und Nähe genießen, ohne Panik vor Vereinnahmung zu entwickeln. Sie allein bestimmen, was Ihre wirklichen Bedürfnisse sind und können erfahren, dass es sich lohnt, diese auch angstfrei auszuleben.

Sie haben Ausweichmanöver nicht mehr nötig!

Kompensierendes Verhalten wie Ablehnung, Meide-Verhalten und Fremdgehen, kann nun „entstresst“ werden, weil Sie diese Ausweichmanöver nicht mehr nötig haben werden. Nehmen Sie also beruhigt Gespräche mit einem Therapeuten wahr – bleibende Angst ist auf Dauer, nämlich ein schlechter und ungesunder Ratgeber!

optimiert K. Winkler, 19. Mai 2021

 

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