Einstufung der Eifersucht

Fachpraxis für systemische Paarberatung und systemische Sexualberatung

Eifersucht – Einstufung

Autor: Bernd Nickel, zertifizierter systemischer Berater und Coach

Selbstverständlich liegt es im Ermessen jedes Einzelnen, und somit auch des jeweiligen Partners, was als „normal“, belastend oder gar unerträglich empfunden wird.

Daher sollt die folgende Einstufung auch eher als Anhaltspunkt und Hilfestellung aus psychologischer und therapeutischer Sicht verstanden werden – Ihre individuelle Einstellung und Ihr eigenes Empfinden sind letztendlich entscheidend.

Solange sich beide Partner trotz bestehender Eifersuchtsgefühle wirklich wohlfühlen, besteht kein Grund zu einer Veränderung.

Vielleicht sind folgende Einschätzungen aber dennoch anregend und interessant, um sich mit der Thematik Eifersucht auseinanderzusetzen und die Partnerschaft einmal ganz bewusst zu beleuchten.

Gesunde Aufmerksamkeit

Hierbei bemerken beide Partner, wie wichtig die Beziehung und der andere Mensch ist, halten dessen Aufmerksamkeit und liebevolles Verhalten nicht für selbstverständlich und zeigen oder äußern, dass ihnen nicht egal ist, was der Andere tut.

Leichte Eifersucht

Die Eifersuchtsgefühle sind nicht belastend (für einen oder gar beide Partner), zeigen sich eher spielerisch und werden humorvoll, leicht und vor allem entspannt geäußert.

Dieses Verhalten demonstriert dem Partner, wie wichtig er ist und kann durchaus als Ansporn für bleibende Aufmerksam unter beiden Partnern dienen.

Temporäre Eifersucht

Beruflicher Stress, die Geburt eines Kindes, eine Erkrankung,  oder jede weitere Veränderung der Lebenssituation, können zu einem vorübergehenden Verlust des Selbstwertgefühls eines der beiden Partner führen.Dieser fühlt sich unattraktiv, nicht ausgelastet oder aber ständig überfordert – und überträgt die Unzufriedenheit mit sich selbst prompt auf den Anderen. Sobald sich die „Wogen“ geglättet haben, lassen diese Ängste und negativen Empfindungen nach.

Ausgeprägte Eifersucht

Hier werden die Eifersuchtsgefühle (eines oder beider Partner) bereits zu einer Belastung. Ein ständiger Druck liegt in der Luft, der Eifersüchtige zeigt sich vorwurfsvoll und äußert Unterstellungen. 

Krankhafte Eifersucht

Ein ungezwungenes und gesundes Miteinander ist nicht mehr möglich, die Belastung wird unerträglich. Der eifersüchtige Partner kontrolliert, wacht über jeden Schritt des Anderen und glaubt trotz aller Beteuerungen nicht, dass kein Grund zur Beunruhigung besteht. Unterstellungen und permanente Vorwürfe steigern sich weiter.

Vermeintlich begründete Eifersucht

Ein Seitensprung eines der beiden Partner wird zum Thema. Aber Vorsicht – verantwortlich für den emotionalen Umgang und das Empfinden des Betroffen ist der „Übeltäter“ keineswegs!

Auch wenn vorerst Misstrauen und Schmerz über das Geschehene vorherrschen, liegt es in der Hand des Betroffenen, den eigenen Wert wahrzunehmen und sich nicht langfristig als betrogenes Opfer zu sehen.

Sofern die Fronten geklärt sind und ein Erhalt der Partnerschaft das Ziel ist, gilt es, einen erneuten Vertrauensvorschuss zu leisten. Die Krise kann als Chance anstatt als Niederlage erkannt werden. Misstrauen, Vorwürfe und Unterstellungen würden dies nur verhindern und einen Beweis für zukünftige Treue kann niemand leisten.

Sie fühlen sich angesprochen und haben Fragen hierzu?

Gerne informiere ich Sie individuell und biete Ihnen einen Beratungstermin an – nehmen Sie unverbindlich Kontakt zu mir auf, ich freue mich auf Sie!

Ihr
Bernd Nickel
Systemischer Berater
Mitglied im Berufsverband DGSF

Neuen Kommentar schreiben

Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.
 
Kontakt
Adresse Grünstadt
Brennofenpfad 6
67269 Grünstadt
 
Adresse Carlsberg
Am Talhaus 10
67316 Carlsberg
 
Telefon
06359/92 97 166
 
Mobil
0177/28 23 663
 
 
Email
infoaterlebte-paarberatung.de (E-Mail.)
 
mehr erfahren
 
Bernd Nickel Systemischer Berater Mitglied im Berufsverband DGSF und VFP

Bernd Nickel (Autor)

zertifizierter systemischer Paartherapeut, Paarberater, Paarcoach,
Mitglied in den Berufsverbänden DGSF und VFP