Erst negatives Testergebnis, dann ungeschützten Sex

Wie Sie mit Ihrem Partner über dieses unangenehme Thema sprechen

Die meisten Menschen halten es für unangenehm, ihren Partner darum zu bitten, einen Test auf Geschlechtskrankheiten zu machen. Das Thema ist aber wichtig. Wenn Sie es ansprechen, zeigen Sie damit, dass Sie sich um das Wohl Ihres Partners sorgen.

Wann bitte ich meinen Partner, sich testen zu lassen?

Der beste Zeitpunkt, um über Tests zu sprechen, ist immer BEVOR Sie mit dem Sex beginnen. Dazu gehört auch Oralsex. Sich gemeinsam mit einem neuen Partner testen zu lassen, ist essenziell und eine der besten Möglichkeiten, um sexuell übertragbaren Krankheiten wirksam vorzubeugen.

Es ist völlig normal, dass sich ein solches Gespräch etwas unangenehm anfühlt, aber Sie werden sich besser fühlen, wenn Sie es hinter sich haben. Und man weiß ja nie: Ihr Partner könnte sogar froh sein, dass Sie es angesprochen haben.

Bei einem Test auf sexuell übertragbare Krankheiten geht es nicht um mangelndes Vertrauen. Man kann jahrelang eine sexuell übertragbare Krankheit haben, ohne es zu wissen. Die meisten Menschen mit sexuell übertragbaren Krankheiten haben keine Symptome, und Tests sind der einzige Weg, um sie sicher zu diagnostizieren.

Möglichkeiten, das Thema anzusprechen

Sie können beispielsweise sagen: Es fällt mir schwer, darüber zu sprechen, aber du bist mir wichtig und ich denke, wir sollten uns gemeinsam auf sexuell übertragbare Krankheiten testen lassen.

Oder Sie können sagen: Ich habe mich auf Geschlechtskrankheiten testen lassen. Glücklicherweise war das Ergebnis negativ. Würdest du dich auch testen lassen? Ich möchte, dass wir sicher sein können, dass wir beide gesund sind.

Gewissheit bekommen

Getestet zu werden bedeutet, sich der Idee zu stellen, dass Sie eine sexuell übertragbare Krankheit haben könnten. Aber sobald Sie einen Test gemacht haben, müssen Sie sich darüber keine Sorgen mehr machen.

Je früher Sie erfahren, dass Sie eine sexuell übertragbare Krankheit haben, desto besser ist es: Viele sexuell übertragbare Krankheiten können leicht mit Medikamenten geheilt werden. Es gibt auch Behandlungen zur Linderung nicht heilbarer Krankheiten, was die Wahrscheinlichkeit deutlich verringert, dass Sie Ihren Partner damit anstecken.

Testergebnisse besprechen

Falls Sie einen Test gemacht haben, der positiv war, sollten Sie das direkt ansprechen. Häufige Geschlechtskrankheiten wie Chlamydien lassen sich schnell mit Antibiotika kurieren. Natürlich können die dabei normalerweise eingesetzten Präparate wie Doxycyclin oder Azithromycin Nebenwirkungen haben, aber etwas Übelkeit oder Verdauungsbeschwerden sind ein geringer Preis, wenn Sie ein Problem lösen, das sonst sehr unangenehm werden und zu einer Beckenentzündung oder Unfruchtbarkeit führen kann.

Schwieriger als die Behandlung einer Infektion ist es für die meisten Menschen, Ihrem Partner zu sagen, dass Sie eine Geschlechtskrankheit haben. Es ist aber unbedingt notwendig, das zu tun, um die Krankheit ausheilen zu können und sie nicht weiterzugeben.

Die richtige Zeit und der richtige Ort

Wählen Sie eine Zeit, zu der Sie nicht abgelenkt oder unterbrochen werden, und einen privaten und entspannten Ort, um in Ruhe über das Thema reden zu können. Falls Sie sehr nervös sind, könnten Sie eine befreundete Person bitten, das Gespräch mit Ihnen zu üben.

Keine Schuldzuweisungen!

Versuchen Sie, auf Schuldzuweisungen zu verzichten. Falls jemand positiv getestet wird, ist das nicht unbedingt ein Zeichen für einen Seitensprung. Es kann lange dauern, bis eine Geschlechtskrankheit zu einem positiven Testergebnis führt. Manche Menschen haben jahrelang eine Geschlechtskrankheit, ohne es zu wissen.

Die Fakten kennen

Es gibt immer noch viele Mythen über sexuell übertragbare Krankheiten. Informieren Sie sich über die häufigsten Geschlechtskrankheiten (Chlamydien, Gonorrhoe, Syphilis, Herpes genitalis, Hepatitis B) und seien Sie bereit, die Fragen Ihres Partners zu beantworten. Glücklicherweise gibt es heute wirksame Medikamente zur Heilung oder Linderung der meisten Geschlechtskrankheiten. Auch „Safer Sex“ kann dazu beitragen, Ihren Partner zu schützen.

Bringen Sie es hinter sich!

Es ist normal, sich Sorgen darüberzumachen, wie Ihr Partner reagieren wird. Natürlich besteht die Möglichkeit, dass es zu unschönen Szenen kommt. Aber auch wenn ein positives Testergebnis zu einem Streit führt, kann ein ehrlicher Umgang mit dem Problem und seine gemeinsame Lösung Sie am Ende näher zusammenbringen.

Titel: Erst negatives Testergebnis, dann ungeschützten Sex

Bschreibung: Das Thema ist aber wichtig. Wenn Sie es ansprechen, zeigen Sie damit, dass Sie sich um das Wohl Ihres Partners sorgen.