Liebe in der Paarbeziehung

Fachpraxis für Paarberatung und Sexualberatung

Paarberatung - Liebe ist ein Phänomen

Liebe ist ein großes Wort, zu dem es unzählige Definitionen, Meinungen, Interpretationen und Bücher gibt. Ich verzichte in der Beratung darauf, den Menschen zu sagen, was Liebe angeblich ist und was nicht. Zweifellos ist das Bedürfnis des Menschen zu lieben natürlich, aber für die Art und Weise, in der es erfüllt wird, hat die Natur keine Vorgaben gemacht.
Liebe ist im Allgemeinen die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung und Wertschätzung, die ein Mensch einem anderen Menschen entgegenzubringen in der Lage ist. Das Gefühl der Liebe kann unabhängig davon entstehen, ob es erwidert wird oder nicht.
Hierbei wird zunächst nicht unterschieden, ob es sich um eine tiefe Zuneigung innerhalb eines Familienverbundes (Elternliebe, Geschwisterliebe) oder um eine Liebe zwischen 2 Menschen außerhalb der Familie handelt (Freundesliebe, Partnerschaft) oder aber um ein körperliches Begehren gegenüber einem anderen Menschen (Eros). Dieses Begehren ist eng mit der Sexualität verbunden, die jedoch nicht unbedingt auch ausgelebt zu werden braucht, was man dann platonische Liebe nennt. Liebe wird von der zeitlich begrenzten Phase der Verliebtheit unterschieden. Wobei festzustellen gilt, dass das Wort Liebe in jeder Kultur eine andere Bedeutung hat. Arnold Retzer sagt hier: „Liebe ist ein Kulturprodukt“. Letztendlich sind über und zu dem Begriff Liebe unzählige Bücher geschrieben worden. Wobei kein Buch dem anderen gleicht. Bei der Liebe in einer Partnerschaft mit Bindung kommen dazu aber auch noch die Themen „Bindungsangst“, „Verlustangst“, „Eifersucht“ und vieles mehr. Es wird in der Psychologie gesehen, dass wir in der Liebe nur in der Liebesbeziehung von 2 Menschen mit den Bezugspersonen der Kindheit in Kontakt kommen. Hier kommen dann auch die Themen mit der „Heilung des inneren Kindes“.

Doris Wolf schreibt auf Ihrer Internetseite www.partnerschaft-beziehung.de hierzu:
Liebe ist etwas egoistisches. Wir lieben einen Menschen nicht um seiner selbst willen, sondern immer nur, weil er uns gewisse Bedürfnisse und Wünsche erfüllt. Wenn der Partner unsere emotionalen Grundbedürfnisse nicht mehr erfüllt, beispielsweise den Wunsch nach Anerkennung, Sex, Zärtlichkeit, Verständnis, Zuwendung, etc., verwandelt sich unsere Liebe in Lethargie, Enttäuschung, Hass, Gleichgültigkeit. Jede Liebesbeziehung lebt von der Erfüllung der Bedürfnisse des anderen.

Michael Mary schreibt hierzu in vielen Büchern:
Eine bedingungslose Liebe gibt es nicht, weil dies ein Widerspruch in sich ist, denn, dass die Liebe bedingungslos sein soll, ist die größte Bedingung überhaupt.
Sinnvoll ist es, zwei Dimensionen der Liebe zu unterscheiden. Zum einen das Gefühl der Liebe, zum anderen die Liebeskommunikation. Das Gefühl der Liebe findet man in sich, seine Kommunikation ist indes auf die Zuwendung zum anderen angewiesen. Vom Gefühl her kann man ganz egoistisch erwarten, dass der andere die eigenen Bedürfnisse erfüllt, die Zuwendung zu ihm kann die eigene Gefühlslage allerdings verändern.

Fazit: Liebe auf den Punkt gebracht
• Liebe is etwas egoistisches.
• Liebe kann nicht bedingungslos sein

• Liebe gibt es gewissermaßen zweimal.
• Einmal als Gefühl: ,,Ich liebe dich", was so viel heißt wie: ,,Ich will etwas von dir."
• Zum Zweiten als liebevolle Kommunikation, was so viel heißt wie: ,,Ich sehe dich und gehe auf dich ein."

Hört die Beziehung auf, wenn keine Liebe mehr da ist?

Nun könnte man meinen: Wenn die Liebe nicht mehr das liefert, was wir erhoffen um unsere Bedürfnisse abzudecken, könnte man meinen, dass zwangsläufig die Trennung kommt. Doch viele Menschen verwechseln Liebe mit Verlustangst, verwechseln Liebe mit „Angst vor dem Alleinsein bzw. Angst vor der Einsamkeit“.
Romantiker und die christliche Lehre gehen aber sogar noch ein wenig weiter. Da heißt es „Liebe erfreut sich, wenn es dem anderen gut geht“, „Liebe trägt keinem etwas nach“.
Ist das bei den Menschen überhaupt möglich?
Ist es möglich sich zu erfreuen, wenn es dem anderen gut geht und dieser andere mit jemand ein sexuelles Abenteuer hat(te)? Ist es möglich hier dem anderen nichts nachzutragen?
Ja, es sit möglich, wenn man kein Neid hat, wenn man kein Besitzanspruch hat und wenn man keine Verlustangst hat, wenn ein großes Selbstvertreauen da ist. Nur wenige können dies.

 

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Bernd Nickel Systemischer Berater Mitglied im Berufsverband DGSF und VFP
 

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Bernd Nickel
Zertifizierter systemischer Berater und Paartherapeut
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