Häufige Fragen und Antworten

Fachpraxis für systemische Paarberatung und systemische Sexualberatung

FAQ -Fragen und Antworten

Was unterscheidet eine Beratung von einer Therapie?

Die Beratung geht nicht von einem Krankheitsbild aus, sondern von einer momentan problematischen Situation. In der Psychotherapie wird zuerst eine Krankheitsdiagnose erstellt und dann einen Behandlungsplan erarbeitet. Eine Beratung weckt Ihre eigenen Potentiale und eigenen Lösungen, darüber hinaus können übermäßig belastende Langzeitkrisen verhindert werden, die tatsächlich zu einem Krankheitsbild führen könnten.

Erzählen Sie meinem Partner von Dingen, die ich in einer Einzelsitzung preisgegeben habe?

Als Paarberater und Mitgliedf des Berufsverbandes DGSF unterliege ich der Schweigepflicht – und halte mich daran.
Was auch immer zwischen meinen Klienten und mir besprochen wird, bleibt unter Verschluss.

Mit wie vielen Personen finden Beratungssitzungen statt?

Je nachdem, um welche Form der Beratung es geht, was situationsbedingt sinnvoll erscheint, oder wie es die Klienten wünschen. Der Regelfall ist, dass ich eine Paarberatung mit beiden Partnern durchführe. Es kann sich aber im Verlauf der Gespräche herausstellen, dass auch Einzelgespräche sinnvoll sind oder einer der Partner lehnt eine gemeinsame beratung (vorerst) ab.

Was empfehlen Sie, wenn einer der Partner nicht zur Beratung mitgehen möchte?

Eine Beratung sollte immer auf Freiwilligkeit beruhen. Wenn ein Partner keine Bereitschaft zu einer gemeinsamen Beratung zeigt, sollte und kann man ihn auch nicht dazu zwingen. Es kann auch hilfreich sein, wenn nur einer der Partner die Beratung nutzt. Wenn ein Partner sich ändert, ändert sich auch die Beziehung. Mher dazu siehe auch
https://www.erlebte-paarberatung.de/info-zur-paarberatung/mein-partner-will-nicht-mitkommen

Wann sollte ein Paar in die Beratung kommen?

Darauf gibt es keine grundsätzliche Empfehlung. Aus unserer Erfahrung heraus, sobald ein Problem in der Beziehung gesehen wird, das die Partner nicht alleine lösen können. Das können auch Kleinigkeiten sein, die immer wieder zu Streit führen. In einer funktionierenden Beziehung folgen beide Strategien, mit denen man Konflikte bewältigen kann. Wenn dagegen der Dialog in gefühlten Stress abgleitet und das Miteinander von Mäkeln, Verachtung, Verletzungen, Selbstverteidigung, oder Gesprächsverweigerung geprägt wird, läuft etwas falsch. Wer das Gefühl hat, in seiner Situation zu leben, die er nur noch erträgt, statt zu gestalten, sollte etwas ändern. Und zwar schnell. Denn haben sich Paare endlich zu einer Beratung durchgerungen, haben sich die Probleme schon verfestigt.

Für wen sind Beratungen darüber hinaus sinnvoll?

Nicht nur Paare können Lösungen für bestehende Schwierigkeiten mittels Beratungen finden. Auch Einzelpersonen mit partnerschaftlichen Problemen, Singles, die mit ihrem ungewollten Alleingang unglücklich sind, oder auch Menschen, die sich mit Fragen oder Problemen im Bereich Sexualität plagen, finden in kompetenten Beratungen eine wertvolle Chance. Auch die Balance zwischen Beruf und Liebe kann zur Krise führen, so dass eine fundierte Beratung neue Möglichkeiten und Sichtweisen eröffnen kann.
Was verstehen Sie unter einem Problem?
Wenn Partnern bewusst wird, dass ihre reale Beziehung von ihren wichtigen Wünschen und Vorstellungen abweicht. Da sich die Kluft zwischen Wunsch und Realität früher oder später unvermeidlich öffnet, lautet die logische Konsequenz heraus: Probleme sind in einer Beziehung unvermeidlich. Wir fügen hinzu, dass Probleme sogar notwendig sind.

Wird während der Sitzungen häufig geweint?

In der erlebten Beratung oder Paarberatung geht es darum, Gefühle sichtbar zu machen, die z.B. durch Verletzungen entstanden sind – aber auch durchaus beglückende, positive Gefühle! Wenn diese Emotionen kommen, werden sie sich zeigen, was in unterschiedlichster Form geschehen kann und nicht zwangsläufig mit Tränen verbunden sein muss. Wenn aber geweint werden muss, ist dies nötig und meist auch sehr befreiend.

Warum lassen Paare ihre Beziehung nicht einfach hinter sich?

Es ist davon auszugehen, dass es in jeder Beziehung nicht nur Trennendes, sondern auch Verbindendes gegeben hat. Daher besteht meist die Hoffnung, zu diesem Zustand zurückzufinden und Belastendes verabschieden zu können. Zudem spüren viele Menschen (oft nur unbewusst), dass die Partnerschaft ein guter Ort ist, um sich mit sich selbst, eigenen Gefühlen, Prägungen, Träumen und dem Wesenskern auseinanderzusetzen und sich so weiterzuentwickeln. Darüber hinaus dem hat fast jeder Mensch Sehnsucht nach einem sicheren, haltgebenden Ort, und lässt somit auch eine Beziehung nicht einfach leichtfertig los.

Gibt es in einer Beratung oder Paarberatung Täter und Opfer?

In einer wirklich kompetenten und seriösen Beratung geht es niemals um Schuldzuweisung, Opfer, Täter und Verurteilungen. Für das gesamte Leben und natürlich auch eine Beratung ist es wenig zielführend und hilfreich, in solchen Kategorien zu denken. Es geht zwar häufig um Schuldgefühle und auch Schuldzuweisungen, es geht um gefühlte Hilflosigkeit – das ist jedoch das subjektive Empfinden zumindest eines der Partner. In der Beratung geht es jedoch um Eigenverantwortung, anstatt Schuld oder Schuldgefühl. Als Berater werte und urteile ich daher nicht, sondern versuche Wege zu eröffnen, um Verantwortung für eigene Gefühle und Handlungsweisen erlebbar zu machen. Nur so lässt sich eine langfristige Verbesserung der derzeitigen Problematik erzielen und eine langfristig veränderte Sichtweise erreichen.

Die Affäre des Partners fliegt auf und der andere Partner fühlt sich zutiefst betrogen – was tun Sie?

Im ersten Beratungsgespräch wird geklärt, was das Ziel der Beratung sein soll. Wenn es auf der Seite der Klienten noch nicht klar ist, ob man die Beziehung fortführen oder beenden will, wäre dies als erstes zu klären. Danach folgt entweder eine Trennungsberatung oder eine Problembewältigungsberatung.
Es geht letztendlich nicht um die Frage "Was ist in unserer Beziehung schlecht, dass der Partner sich anderweitig orientiert hat", sondern "Ist unsere Beziehung gut genug, dass sie dieses Erlebnis aushält. Oft ist ein heimlicher Seitensprung die Folge einer unausgesprochenen Beziehungsdynamik - eine Art Warnschuss oder Befreiungsschlag. Das Paar ist möglicherweise, scheinbar hoffnungslos, im Alltag festgefahren und einer von beiden musste etwas von großer Bedeutung tun, um wieder Bewegung in die Beziehung zu bringen.
Es gilt also, lösungsorientiert zu agieren, um herauszufinden, welche neuen Wege es nun für die Partnerschaft geben kann.
Muss ein Dreiecksverhältnis beendet sein, bevor die Beratung beginnen kann?
Grundsätzlich gilt – es muss nichts. Auch hier bestimmen die Partner, die an der Beratung teilnehmen. Als Berater lege ich keinerlei Normen fest und werte die Beziehungsformen nicht. Es gibt viele Wege, die Liebe zu leben.
Solange das von einem Partner nicht gewollte Außenverhältnis besteht, wird jedoch in der Beratung kaum Raum für ein anderes Thema entstehen. Oft ist es so, dass der Partner, der die Affäre hat, sagt: „Wenn ich nicht weiß, wie es mit uns weitergeht, mache ich auch nicht Schluss. Der andere Partner entgegnet meist: „Solange du das nicht aufgibst, kann ich mich nicht wieder auf dich einlassen“. Unter diesen Umständen ist es schwierig, aber nicht unmöglich, eine Lösung zu finden.

Im Laufe der Beratung tauchen Zweifel auf, ob die Beziehung noch Sinn bringt. Was raten Sie?

Der Ausgang eines Beratungsprozesses lässt sich vorab nicht bestimmen. Wenn sich während der Beratung herausstellt, dass einer oder beide Partner die Beziehung nicht mehr fortführen können und wollen, mündet die Beratung in eine Trennungsberatung. Auch beim Thema Trennung kommt es in der erlebten Paarberatung darauf an, eine Haltung der größtmöglichen Neutralität zu zeigen und die für alle Beteiligten langfristig beste Lösung zu erarbeiten. Wahrscheinlich gehen die meisten Paare ohne Paarberatung im Streit auseinander. Dennoch erscheint in vielen Fällen eine Trennung im Guten die bessere Alternative, vor allem natürlich, wenn Kinder zur Familie gehören.

Einer der Partner ist der Ansicht „Wenn man sich liebt, macht man alles gemeinsam“?

Als Berater beziehe ich nicht die Position eines Schiedsrichters. Es liegt mir fern, die Meinung des einen Partners bei dem anderen Partner durchzusetzen. Meine Haltung kann nur neutral sein. Was für das Paar richtig ist, ergibt sich im Beratungsprozess. Ich unterstütze auf dem Weg, eine persönliche, individuelle Lösung zu finden. Zwei Menschen haben unterschiedliche Ansichten und unterschiedliche Bedürfnisse, es gilt also, hier Wege zueinander zu finden, aber auch Respekt vor der Andersartigkeit des Partners zu üben. In der Paarberatung gibt es kein Pauschalrezept was richtig oder falsch ist.

Ist Eifersucht ein Zeichen von Liebe?

Hierzu wird man viele Theorien, Leitsätze und Thesen finden. Ob Eifersucht aber nun zur Liebe gehört oder nicht, definieren letztendlich die beteiligten Partner. Schauen Sie hierzu mal auf die Seite:
https://www.erlebte-paarberatung.de/paarberatung/eifersucht-liebe-oder-leid.html

Gehören auch sexuelle Themen oder sexuelle Neigungen zur Beratung?

Im Bereich meiner Sexualberatung ist jedes Thema willkommen. Als wertfreier Berater urteile ich nicht, richte mich nicht nach angeblichen Moralvorstellungen und kenne keine Tabuthemen.
Es geht um das Wohl, die Bedürfnisse und individuellen Lebensmuster meiner Klienten, auf diesem Weg ein wertvoller Begleiter zu sein, ist mein Ziel.

Kann eine Beratung Liebe wiedererwecken?

Liebe lässt sich nicht willentlich herbeiführen. Letztendlich wird die Beratung jedoch helfen, die durch Belastung, Schmerz oder Probleme momentan vielleicht verschüttete Liebe wieder selbst zu fühlen und auch zu leben. Sollte diese Liebe bereits gegangen sein, wird auch die beste Beratung sie nicht herbeizaubern können.

Woran erkennt man, ob ein Berater gut oder schlecht ist?

So, wie es ungünstig ist, Gefühle, Verhaltensweisen und Meinungen in „gut“ oder „schlecht“ einzuordnen, ist es schwer, gute oder schlechte Berater zu erkennen. Letztendlich gilt, dass immer das gut ist, was nachhaltig hilft und als gut empfunden wird. Ein Berater, mit dem die „Chemie“ stimmt und das Vertrauensverhältnis stabil ist.
Patentrezepte, vorgefertigte Meinungen und Ratschläge sind wenig hilfreich, eine gute Beratung zeichnet sich durch Individualität und lösungsorientiertes Eingehen auf die Bedürfnisse des Klienten aus.

Wann ist eine Beratung gelungen?

Als Berater wünsche ich mir, dass ein Mensch/das Paar das Ziel erreicht, mit dem er/es in die Beratung gekommen sind. Meist wünscht sich ein Paar, dass es zu den liebevollen Gefühlen zurückfindet und Konflikte besser durchstehen, aushalten und lösen kann. Also kurzum: Wenn die Ratsuchenden ihre Lösung gefunden haben und mit dem Beratungsprozess zufrieden sind.

Sind Sie bereit, Antworten auf Ihre ganz persönlichen Fragen zu erhalten und neue Wege zu entdecken?

Nehmen Sie unverbindlich Kontakt zu mir auf, gerne beantworte ich Ihre Fragen und biete Ihnen einen Termin für ein erstes Gespräch an. Ich freue mich auf Sie!

 
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