Gesetzliche Regelungen und Auslegungen
Paarberatung: Fachliche und rechtliche Grundlage. Paarberatung bewegt sich oft in einem Bereich, in dem Menschen nach Orientierung, Entlastung, Klarheit und Veränderung suchen. Dabei entstehen verständlicherweise auch Fragen nach der fachlichen, rechtlichen und inhaltlichen Einordnung unserer Arbeit.
Deshalb möchten wir transparent darstellen, wie wir arbeiten, worauf unsere systemische und lösungsorientierte Haltung basiert und wie sich unsere Tätigkeit klar von Heilkunde, Psychotherapie und medizinischer Behandlung abgrenzt.
Unsere Arbeit versteht sich als professionelle Beratung für Menschen in Beziehungsfragen, Krisen, Konflikten und persönlichen Klärungsprozessen. Im Mittelpunkt stehen Kommunikation, Beziehungsmuster, gegenseitiges Verstehen, neue Perspektiven und tragfähige Entscheidungen – nicht Diagnosen oder Heilversprechen.
Wichtige Hinweise zur Paarberatung
Die folgenden Hinweise sollen Ihnen helfen, unsere Arbeitsweise, unsere Haltung und die rechtlichen Rahmenbedingungen unserer Tätigkeit besser einzuordnen.
Unsere systemische Paarberatung ist ein beratendes Angebot für Paare und Einzelpersonen. Sie dient der Klärung von Beziehungsmustern, Kommunikation, Konfliktdynamiken, Nähe-Distanz-Themen, Fragen zu Sexualität sowie persönlichen und partnerschaftlichen Entscheidungen. Sie ist keine Heilbehandlung und ersetzt weder eine ärztliche noch eine psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung.
Unsere Arbeit ist systemisch, lösungsorientiert und verantwortungsbewusst. Fachlich ist sie unter anderem durch die lösungsfokussierte Kurzzeittherapie nach Steve de Shazer und Insoo Kim Berg geprägt. Dieser Ansatz wurde seit den späten 1970er-Jahren am Brief Family Therapy Center in Milwaukee entwickelt und richtet den Blick nicht vorrangig auf Ursachen und Defizite, sondern auf Ressourcen, Ausnahmen, Ziele, erwünschte Veränderungen und nächste hilfreiche Schritte.
Was bedeutet das konkret für unsere Arbeit konkret?
Wir arbeiten mit einer systemischen und lösungsfokussierten Haltung. Das bedeutet: Wir hören genau zu, achten auf Muster und Wechselwirkungen, fragen nach Ausnahmen vom Problem, erkunden vorhandene Ressourcen und unterstützen Menschen dabei, ihre Situation klarer zu verstehen und tragfähige Entscheidungen zu entwickeln.
Dass unsere Arbeit fachlich auch von Konzepten geprägt ist, die in therapeutischen Kontexten bekannt sind, bedeutet jedoch nicht automatisch, dass wir heilkundlich tätig sind. Entscheidend ist in Deutschland nicht nur die Methode, sondern die rechtliche Zielrichtung der Tätigkeit. Erlaubnispflichtig ist die Ausübung von Heilkunde, also eine berufsmäßige Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden.
Ist systemische Paarberatung Heilkunde?
Nein, unsere systemische Paarberatung ist keine Ausübung von Heilkunde. Wir stellen keine Diagnosen, behandeln keine psychischen oder körperlichen Erkrankungen, geben keine Heilversprechen ab und führen keine medizinischen oder heilkundlichen Maßnahmen durch.
Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen nicht Krankheitsbilder, sondern Beziehungsgeschehen, Kommunikation, Wechselwirkungen von Verhalten, gegenseitiges Verstehen und die Entwicklung neuer Perspektiven. Wir arbeiten im beratenden Kontext und nicht im Rahmen einer heilkundlichen Behandlung. Maßgeblich für diese Abgrenzung ist § 1 Heilpraktikergesetz.
Wie grenzt sich unsere Arbeit vom Heilpraktikerberuf ab?
Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker verfügen über eine gesetzliche Erlaubnis zur Ausübung von Heilkunde. Eine solche heilkundliche Tätigkeit üben wir im Rahmen unserer Paarberatung nicht aus. Unsere Beratung ist keine heilpraktische Behandlung, sondern ein nicht heilkundliches Angebot zur Reflexion, Klärung und Veränderung von Beziehungsmustern und persönlichen Handlungsmöglichkeiten.
Die fachliche Orientierung an systemischen und lösungsfokussierten Konzepten bedeutet daher nicht, dass wir heilkundlich arbeiten. Sie beschreibt unsere Haltung und Gesprächsführung, nicht die Ausübung eines heilkundlichen Berufs.
Ist unsere Paarberatung Psychotherapie?
Nein. Unsere Tätigkeit ist keine heilkundliche Psychotherapie. Die Berufsbezeichnung „Psychotherapeut“ ist gesetzlich geschützt. Unsere Arbeit erfolgt ausdrücklich im Bereich der Beratung und nicht als psychotherapeutische Behandlung.
Wir verwenden daher bewusst die Bezeichnung „systemische Paarberatung“. Diese beschreibt zutreffend, was wir tun: Wir begleiten Menschen in Beziehungsfragen, Krisen, Klärungsprozessen und Neuorientierungen, ohne psychische Erkrankungen zu diagnostizieren oder zu behandeln.
Wann verweisen wir an Ärztinnen, Ärzte oder Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten?
Wenn sich im Gespräch Anzeichen für eine psychische Erkrankung, eine erhebliche seelische Krise oder einen sonstigen Behandlungsbedarf zeigen, der außerhalb unseres Kompetenz- und Tätigkeitsbereichs liegt, empfehlen wir ausdrücklich eine fachärztliche, psychiatrische oder psychotherapeutische Abklärung und Behandlung.
Verantwortungsbewusste Beratung bedeutet für uns auch, die Grenzen der eigenen Tätigkeit klar zu erkennen und offen zu benennen.
Unsere Tätigkeit ist eine systemische, lösungsorientierte Beratung und keine Ausübung von Heilkunde. Wir stellen keine Diagnosen und behandeln keine psychischen Erkrankungen.
Wofür eignet sich unsere systemische Paarberatung?
Unser Angebot richtet sich an Menschen, die ihre Beziehung bewusst betrachten, verstehen und weiterentwickeln möchten. Wir begleiten Paare und Einzelpersonen in belastenden Situationen ebenso wie in Phasen der Neuorientierung, bei Kommunikationsproblemen, Konflikten, Krisen, Fragen zu Sexualität, Trennung, Entscheidungsklärung oder persönlicher Entwicklung im Beziehungskontext.
Wir suchen keine Schuldigen, vergeben keine moralischen Bewertungen und erstellen keine Diagnosen. Grundlage unserer Arbeit ist ein systemischer und lösungsorientierter Ansatz: respektvoll, allparteilich, klar und verantwortungsbewusst, lösungsorientiert.
Wichtiger Hinweis
Mit Ihrer Kontaktaufnahme nehmen Sie diese Hinweise zur Kenntnis. Unsere Beratung ersetzt keine medizinische, psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung.


