Anders lieben: Beratung für Beziehungs-Vielfalt & Identität

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Anders lieben – Beratung für besondere Beziehungsformen. Nicht jede Liebe folgt dem gleichen Muster. Manche Menschen lieben mehr als eine Person, andere leben Intimität in Formen, die von außen ungewöhnlich wirken. Wieder andere entdecken erst nach Jahren, dass ihre Orientierung oder Identität nicht zu dem passt, was sie bisher gelebt haben. All das ist kein Problem — es wird erst dann eines, wenn die Kommunikation darüber fehlt, wenn Vereinbarungen nicht mehr tragen oder wenn das Umfeld Druck erzeugt.

In meiner Beratung geht es nicht darum, wie Sie lieben, sondern darum, wie Sie innerhalb Ihrer gewählten Beziehungsform wieder Klarheit, Verbindung und Zufriedenheit finden. Anders ist anders – nicht besser oder schlechter.

Über 130 Paare und Einzelne aus der Pfalz, Deutschland, der Schweiz, Österreich und weltweit bewerten unsere Arbeit bei ProvenExpert mit 4,96 von 5 Sternen (Stand: aktuelle Bewertung bei ProvenExpert). Alle Bewertungen auf ProvenExpert ansehen.

Alle Erst- und Abklärungsgespräche unterliegen unserer 100 % Zufriedenheitsgarantie. Systemische Paartherapeuten der Heidelberger Schule · über 8.000 gemeinsame Beratungen in zwei Jahrzehnten.


Beschäftigen Sie Fragen zu Ihrer Beziehungsform?

Wenn wir uns abseits der klassischen Monogamie oder der gesellschaftlichen Norm bewegen, entstehen oft ganz eigene Dynamiken. Diese sind weder besser noch schlechter als in anderen Lebensformen — aber sie bringen Fragen mit sich, die in einer herkömmlichen Beratung manchmal auf Unverständnis stoßen.

Fragen zur Orientierung und Struktur Ihrer Beziehung

Warum fühle ich mich zwischen mehreren Partnerinnen oder Partnern innerlich zerrissen? Was geschieht mit unserer offenen Beziehung, wenn sich eine Person verliebt? Wie können wir unsere Vereinbarungen anpassen, ohne dass sich jemand übergangen fühlt? Wie gestalten wir unser Zusammenleben, wenn mehr als zwei Menschen beteiligt sind?

Fragen zu Identität und Wandel

Ich lebe seit Jahren in einer klassischen Ehe, merke aber, dass ich eigentlich ganz anders empfinde — wie gehe ich damit um? Wie sage ich meiner Partnerin oder meinem Partner, dass ich mich zu Menschen des gleichen Geschlechts hingezogen fühle? Muss ich alles Bestehende aufgeben, um ich selbst sein zu können?

Fragen zu besonderen Vorlieben und Lebensweisen

Wie können wir unsere Fantasien einer intensiven Machtdynamik mit einem fordernden Alltag verbinden, ohne uns als Liebespaar zu verlieren? Kann für mich als BDSM-orientiertem Menschen eine konventionelle Beziehung dauerhaft funktionieren? Wie spreche ich über Neigungen, die mich seit Jahren beschäftigen, ohne mein Gegenüber zu verschrecken?

All diese Fragen haben eines gemeinsam: Sie betreffen die Dynamik zwischen Menschen, nicht eine Krankheit. Und genau dort setzt die systemische Beratung an.


Meine Haltung – vorurteilsfrei und wertschätzend

Praxisräume der Erlebten Paarberatung in Carlsberg und das Beraterpaar Bernd und Doris Nickel

Über die eigene Beziehungsform zu sprechen, ist für viele Menschen mit Unsicherheit verbunden. Wer anders liebt, hat oft die Erfahrung gemacht, nicht verstanden oder sogar bewertet zu werden – im Freundeskreis, in der Familie, manchmal sogar bei Fachleuten. Deshalb ist mir die Atmosphäre in der Beratung besonders wichtig.

Sie dürfen hier aussprechen, was Sie sonst niemandem erzählen. Sie werden dafür nicht bewertet, nicht analysiert und nicht in eine Kategorie gesteckt. In meiner Praxis begegne ich Ihnen auf Augenhöhe. Ich bin kein Richter und kein Experte, der Ihnen sagt, was „normal" ist. Es gibt kein Normal in der Liebe – es gibt nur das, was für Sie und alle Beteiligten stimmig ist.

Ich stehe der sogenannten „klassischen" Paarbeziehung dabei ebenso vorurteilsfrei gegenüber wie jeder anderen Beziehungsform. Nichts, was alle Beteiligten einvernehmlich und freiwillig leben möchten, ist langweilig, unnormal oder zu verurteilen – auch wenn es Herausforderungen mit sich bringt.

Monogamie ist nicht langweilig. Polyamorie ist nicht unmöglich. Offene Beziehungen sind kein Betrug. Und BDSM ist keine Störung.

In der Beratung geht es nicht darum, Ihre Probleme als zwangsläufige Folge Ihrer Lebensweise darzustellen. Ziel ist vielmehr, dass Sie in Ihrer gewählten Form wieder stimmig und zufrieden leben können – oder gemeinsam zu klären, welche Form für Sie stimmig sein kann.

Was ich nicht mache

Ich werde nicht versuchen, Ihnen etwas auszureden, das Sie bewusst und verantwortungsvoll gewählt haben. Es gibt kein „Richtig" oder „Falsch", sondern nur ein „Stimmig" oder „Nichtstimmig" für die beteiligten Personen. Das Angebot bezieht sich ausschließlich auf einvernehmliche Beziehungsformen. Ausgeschlossen sind strafrechtlich relevante Handlungen, jegliche Form von einseitigem Zwang oder Gewalt sowie Maßnahmen zur Veränderung der sexuellen Orientierung.

Als DGSF-Mitglied unterliege ich der DGSF-Schweigepflicht. Diese ist stärker als die ärztliche Schweigepflicht und gilt auch über den Tod hinaus — ein zentrales Merkmal meiner Praxis für Klientinnen und Klienten mit hohem Diskretionsbedarf, besonders bei Themen wie Outing, BDSM oder polyamoren Konstellationen.


Wie ich in der Beratung für besondere Beziehungsformen arbeite

Mein Ansatz ist systemisch. Das bedeutet: Ich betrachte nicht das Symptom isoliert, sondern die Beziehungsdynamik, in der es entsteht. Wenn in einer offenen Beziehung plötzlich Eifersucht auftritt, wenn ein spätes Outing die bestehende Partnerschaft erschüttert oder wenn sich die Bedürfnisse innerhalb eines Beziehungsnetzwerks verschieben, steckt dahinter immer ein Zusammenspiel zwischen allen Beteiligten.

„Sexuelle Probleme sind keine Störungen des Einzelnen, sondern Ausdruck der Beziehungsdynamik."

— Sinngemäß nach Prof. Dr. Ulrich Clement, Autor von „Dynamik des Begehrens"

Dieses Prinzip gilt nicht nur für die Sexualität, sondern für jede Form des Zusammenlebens. Meine methodische Grundlage ist eine Synthese aus drei Quellen: der systemischen Paartherapie der Heidelberger Schule nach PD Dr. med. Arnold Retzer (SI-HD), der erlebten Beratung mit Paaren nach Michael Mary und der systemischen Sexualtherapie nach Prof. Ulrich Clement (IGST-HD).

Ich suche nicht nach Ursachen und weise keine Schuld zu. Stattdessen schaue ich mit Ihnen gemeinsam auf das, was zwischen Ihnen geschieht, und erweitere Ihre Handlungsmöglichkeiten. Sie entscheiden, welchen Weg Sie gehen.

Abgrenzung zur Sexualberatung

In der Sexualberatung geht es um das „Wie" der Intimität – um Begehren, Lustlosigkeit, körperliche Nähe. Bei „Anders lieben" geht es um das „Wer, wie viele und in welchem Rahmen" — um das Beziehungsmodell selbst. Sexualität ist oft der Auslöser, doch die eigentlichen Fragen sind meist struktureller oder sozialer Natur: Wie verhandeln wir unsere Freiheit? Wie gehen wir mit dem Druck von außen um? Wie bleiben wir als Paar verbunden, wenn noch andere Menschen beteiligt sind?


Schwerpunkte – offene Beziehungen, BDSM, Identität und Orientierung

Ob Sie allein kommen, zu zweit oder in einer anderen Konstellation – ich arbeite an den Themen, die Sie bewegen. Die Schwerpunkte in der Beratung für besondere Beziehungsformen lassen sich in drei Bereiche gliedern.

Offene Beziehungen und Polyamorie

Wer sich bewusst für eine offene oder polyamore Beziehungsform entscheidet, tut dies überwiegend aus dem Wunsch nach Ehrlichkeit und Lebendigkeit. Doch im Alltag entstehen Fragen, für die es keine fertigen Antworten gibt: Wie schließen wir Vereinbarungen, die Sicherheit geben, ohne einzuengen? Wie gehen wir damit um, wenn eine neue Verliebtheit die bestehende Langzeitbeziehung in eine Konfliktlage bringt? Wie werden wir mehreren Menschen gerecht, ohne uns selbst zu verlieren?

Eifersucht ist dabei kein Zeichen dafür, dass Ihre Beziehungsform gescheitert ist. Sie ist ein Signal, das größtenteils auf Bedürfnisse nach Sicherheit oder emotionaler Nähe hinweist. In meiner Beratung betrachten wir Eifersucht nicht als etwas, das bekämpft werden muss, sondern als Wegweiser zu dem, was Ihnen wirklich wichtig ist.

Typische Themen in diesem Bereich: Vereinbarungen und Grenzen in offenen Beziehungen, der Umgang mit neuen Verliebtheiten, Zeitverteilung und emotionale Kapazität bei mehreren Beziehungen, die Beziehung zur Partnerin oder zum Partner des eigenen Partners, Polyamorie ohne Hauptbeziehung sowie der Umgang mit dem sozialen Umfeld.

BDSM und Kink als Lebensform

Für viele Menschen sind Machtdynamiken, Rollenspiele oder besondere Vorlieben kein gelegentliches Spiel, sondern ein wesentlicher Teil ihrer Identität und ihres Empfindens. Die Herausforderung besteht oft darin, diese Bedürfnisse so zu leben, dass sie die Beziehung bereichern, statt sie durch Druck oder Missverständnisse zu belasten.

Ich bin mit den Dynamiken von Macht und Hingabe in BDSM- und SM-Beziehungen vertraut. In meiner Beratung begegne ich diesen als wertvollen Ausdrucksformen von Intimität – nicht als etwas, das „geheilt" werden müsste.

Typische Themen in diesem Bereich: der Umgang mit unterschiedlichen Bedürfnissen, wenn eine Person intensive Machtdynamiken benötigt und die andere nicht. Die Integration besonderer Vorlieben in den Alltag mit Beruf, Haushalt und gegebenenfalls Kindern. Scham und das Aussprechen von Wünschen, die lange verschwiegen wurden, sowie die Frage, wie sich spielerische Machtdynamik und partnerschaftliche Gleichwertigkeit im Alltag verbinden lassen.

Identität, Orientierung und Wandel

Es ist nie zu spät, sich selbst neu zu begegnen. Viele Menschen stellen erst nach Jahren in einer konventionellen Beziehung fest, dass ihre sexuelle Orientierung oder Identität nicht zu ihrem gelebten Alltag passt. Ein spätes Outing oder ein Wandel der eigenen Identität ist oft mit großen Ängsten verbunden: Muss ich alles Bestehende zerstören, um ich selbst zu sein? Wie reagiert mein Umfeld?

In meiner Beratung begleite ich Sie bei diesem Übergang. Wir schaffen Raum für Ihre Erkenntnis, ohne die bisherige Lebensleistung abzuwerten. Wir entwickeln Kommunikationswege für das Gespräch mit Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner und arbeiten daran, dass Ihre Selbstwerdung nicht als Verrat am Gegenüber verstanden wird, sondern als notwendiger Schritt.

Typische Themen in diesem Bereich: spätes Outing in bestehenden Partnerschaften, gleichgeschlechtliche Liebe und die besonderen Dynamiken, die entstehen, wenn traditionelle Rollenbilder wegfallen. Weitere Schwerpunkte sind Asexualität und die Frage, wie Nähe gelebt werden kann, wenn sexuelle Handlungen nicht im Mittelpunkt stehen, sowie die Auswirkungen von äußerem Druck auf die Beziehungsdynamik.


Was sich durch die Beratung verändern kann

Ich unterstütze Sie dabei, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen, tragfähige Entscheidungen zu treffen und neue Wege zu entwickeln. Dabei kann sich Verschiedenes verändern:

  • Sie lernen, über Ihre Bedürfnisse, Grenzen und Wünsche zu sprechen – offen und ohne Angst vor Ablehnung
  • Sie verstehen, warum bestimmte Muster entstanden sind, und entdecken neue Handlungsmöglichkeiten
  • Sie finden gemeinsam heraus, welche Form des Zusammenlebens für alle Beteiligten stimmig ist
  • Sie entwickeln Vereinbarungen, die Sicherheit geben, ohne die Lebendigkeit zu ersticken
  • Sie lernen, mit der Unsicherheit umzugehen, die entsteht, wenn Beziehungen nicht einem vorgefertigten Drehbuch folgen

Viele Menschen in besonderen Beziehungsformen erleben den größten Druck dort, wo sie glauben, ihr Modell „beweisen" zu müssen – vor sich selbst, vor dem Partner oder vor dem Umfeld. Eine der wichtigsten Erfahrungen in der Beratung ist deshalb oft die Entlastung: Sie müssen niemandem etwas beweisen. Es geht darum, einen Weg zu finden, der zu Ihrem Leben passt – nicht um ein Ideal, dem Sie gerecht werden müssen.

Eine wichtige Anmerkung: Systemische Beratung für spezielle Beziehungsformen stellt keinen Ersatz für medizinische oder psychotherapeutische Behandlung dar. Wenn psychische Erkrankungen eine Rolle spielen, empfehle ich Ihnen geeignete Fachpersonen. Mein Fokus liegt auf der Beziehungsdynamik und dem Verhalten – nicht auf Diagnosen.


Wer ich bin – Ihr Berater für besondere Beziehungsformen

Bernd und Doris Nickel – systemisches Beraterpaar

Mein Name ist Bernd Nickel. Ich bin zertifizierter systemischer Paartherapeut der Heidelberger Schule (PD Dr. med. Arnold Retzer, SI-HD), DGSF-Mitglied (Grundausbildung an der Katholischen Hochschule Mainz) und Zertifikatsinhaber in systemischer Sexualtherapie nach Prof. Ulrich Clement (IGST-HD). Über 8000 gemeinsame Beratungen in zwei Jahrzehnten sind die praktische Grundlage meiner Arbeit.

Meine Ausbildung zum systemischen Sexualtherapeuten habe ich bei Prof. Dr. Ulrich Clement absolviert – Professor für medizinische Psychologie an der Universität Heidelberg, Leiter des Instituts für Sexualtherapie Heidelberg und Mitbegründer des postgradualen Studiengangs „Sexualmedizin/Sexualtherapie" an der Universität Basel. Sein systemischer Ansatz prägt meine gesamte Arbeit: Im Mittelpunkt steht die Dynamik des Begehrens in der Beziehung, nicht die Behandlung einer Störung.

Inspiriert durch David Schnarch – Crucible-Ansatz als Hintergrund

Ergänzend zu meiner Ausbildung bei Clement haben mich die Konzepte von David Schnarch („Passionate Marriage", Crucible-Ansatz) inspiriert. Schnarch verändert nicht meine Methode – diese bleibt systemisch nach Retzer, Mary und Clement. Aber er liefert einen Hintergrund, der bei Begehrensfragen und Langzeitbeziehungen sehr produktiv ist. Fünf seiner zentralen Thesen, die meine Praxis mitprägen:

  • Sexuelle Probleme sind oft keine „Sex"-Probleme — sondern Entwicklungsthemen der Persönlichkeit und der Beziehung.
  • Leidenschaft braucht Differenzierung, nicht Verschmelzung. Zu viel emotionale Verschmelzung tötet auf Dauer das sexuelle Begehren – wer sich zu sehr im Partner verliert, dem Gefallen, der Vermeidung von Konflikten oder der Suche nach Bestätigung, verliert auch Spannung.
  • Intimität bedeutet nicht Harmonie. Wachstum entsteht dort, wo Menschen lernen, sich selbst treu zu bleiben, Konflikte auszuhalten und Nähe zuzulassen, ohne sich selbst aufzugeben.
  • Beziehungen sind ein „Schmelztiegel" (Crucible) — keine Komfortzone, sondern eine emotionale Feuerprobe, in der Menschen gezwungen werden, sich weiterzuentwickeln.
  • Selbstbestätigung statt Fremdbestätigung. Erotik und stabile Intimität entstehen eher bei Menschen, die sich emotional selbst regulieren können und nicht durchgehend Bestätigung vom Partner benötigen.

Diese Thesen finden sich in ähnlicher Form auch bei Clement und Retzer. Schnarch hat sie auf einen Punkt gebracht — sie sind Hintergrund, nicht eigenständige Methode.

Mein persönlicher Zugang

Mein Weg zu dieser Arbeit war nicht nur ein akademischer. Ich habe über ein Jahrzehnt die Lebensphilosophie des Tantra praktiziert. In meinen mittleren Lebensjahren habe ich selbst die freie Liebe, offene Beziehungen und Polyamorie gelebt — nicht als Experiment, sondern als bewusst gewählte Lebensform. Ich kenne die Intensität dieser Erfahrungen, die Gespräche über Grenzen und Vereinbarungen, die Momente der Bereicherung und die Momente der Verunsicherung. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn Eifersucht unerwartet auftaucht, obwohl man sich für die Freiheit entschieden hat. Und ich weiß, wie viel Ehrlichkeit, Selbstreflexion und Mut diese Lebensformen erfordern.

Heute lebe ich in einer festen, monogamen Partnerschaft. Das ist für mich kein Widerspruch zu meinen früheren Erfahrungen, sondern Ausdruck einer Erkenntnis, die auch meine Beratung prägt: Alles hat seine Zeit. So wie wir uns als Menschen verändern, verändern sich auch unsere Bedürfnisse. Was in jüngeren Jahren nach Freiheit und Erweiterung strebte, findet im reiferen Alter manchmal eine neue, tiefe Qualität in der Exklusivität und Beständigkeit. Beides ist gleichwertig. Beides verdient Respekt.

Diese gelebte Erfahrung erlaubt es mir, Sie dort abzuholen, wo Sie stehen – sei es im Wunsch nach Öffnung, in der Erforschung neuer Räume oder in der bewussten Entscheidung für eine erfüllte Monogamie. Ich spreche nicht aus der Theorie. Ich spreche aus einem Leben, in dem ich beides kennengelernt habe.

Die Beratung für besondere Beziehungsformen biete ich als Bernd Nickel eigenständig an. Die Paarberatung in allen anderen Bereichen — klassische Paarberatung, Trennungsberatung und strukturierte Vermittlung – bieten meine Frau Doris Nickel und ich gemeinsam als Beraterpaar an.

Mehr über Bernd Nickel · Über das Beraterpaar


Vertiefende Themen rund um Beziehungs-Vielfalt

In unserem Beziehungsratgeber finden Sie vertiefende Artikel zu den Themen, die in der Beratung für besondere Beziehungsformen häufig eine Rolle spielen.

Offene Beziehungen und Polyamorie

BDSM, Kink und besondere Lebensweisen

Identität, Orientierung und Spiritualität

Grundlagen

Mehr Informationen zu verwandten Themen


Häufige Fragen (FAQs)

Was unterscheidet „Anders lieben" von der Sexualberatung?

In der Sexualberatung geht es um das „Wie" der Intimität – um Begehren, Lustlosigkeit, körperliche Nähe und sexuelle Kommunikation. Bei „Anders lieben" steht das Beziehungsmodell im Mittelpunkt: Wie gestalten Sie Ihre Beziehungsform? Wie verhandeln Sie Vereinbarungen? Sexualität spielt oft eine Rolle, doch die eigentlichen Fragen sind meist struktureller oder sozialer Natur.

Ich lebe in einer ungewöhnlichen Beziehungsform. Werde ich dafür verurteilt?

Nein. In meiner Beratung wird nichts verurteilt, was alle Beteiligten einvernehmlich und freiwillig leben möchten. Ob offene Beziehung, Polyamorie, BDSM, queere Lebensformen oder andere Konstellationen – Sie können offen darüber sprechen. Ich begegne Ihnen mit Respekt und Verständnis, nicht mit Bewertung.

Welche Themen schließen Sie aus?

Mein Angebot richtet sich ausschließlich an Menschen in einvernehmlichen Beziehungsformen. Ausgeschlossen sind strafrechtlich relevante Handlungen, jede Form von einseitigem Zwang oder Gewalt sowie Maßnahmen zur Veränderung der sexuellen Orientierung. Wenn eine psychische Erkrankung im Vordergrund steht, empfehle ich Ihnen geeignete Fachpersonen.

Können Sie mir sagen, welche Beziehungsform die richtige für mich ist?

Nein – und das ist Absicht. Mein systemischer Ansatz bedeutet: Ich erweitere Ihre Handlungsmöglichkeiten und unterstütze Sie dabei, selbst herauszufinden, was für Sie und die beteiligten Menschen stimmig ist. Sie entscheiden.

Ich bin mir nicht sicher, ob „Anders lieben" oder die Sexualberatung das Richtige für mich ist.

Das ist völlig in Ordnung. Im Erst- und Abklärungsgespräch klären wir gemeinsam, welcher Schwerpunkt für Ihre Situation passt. In vielen Fällen überschneiden sich die Themen – und dann arbeiten wir dort, wo der größte Handlungsbedarf liegt. Sie müssen sich nicht vorab festlegen.


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