Lösungsorientierung
Lösungsorientierung statt Problemwälzung!
Die Texte basieren auf dem Buch
„Nimm Dir einfach mehr vom Leben“ von Helmut Lautner * ISBN 3.89373-460-0
Der Inhalt wurde auf das Wesentliche reduziert. Wir wüschen bewusstes Lesen.
„Ein Sieger findet für jedes Problem eine Lösung. Ein Verlierer findet in jeder Lösung ein Problem.“ Marc Aurel
Problemorientiertes Denken
Viele, die gerade arbeitslos geworden sind, versinken in tiefe Depression, anstatt die Energien sofort dazu zu benutzen, einen neuen Job zu suchen. Ein weggeschnappter Parkplatz führt dazu, dass sich der Betroffene eine halbe Stunde darüber aufregt, statt sich in der gleichen Zeit nach einem anderen Parkplatz umzusehen. Ein Geschäftsmann reagiert auf seine erste Pleite mit Verzweiflung, anstatt sich zu fragen, was er in Zukunft besser machen könnte.
In unserer Gesellschaft wird es als geradezu als normal betrachtet bei auftretenden Schwierigkeiten zuerst einmal eine Menge Zeit mit unnützen Emotionen und Gedanken zu verbringen. Eher wälzt in Problemen, anstatt nach Lösungen zu suchen.
Die meisten Menschen verzweifeln angesichts von Problemen deshalb, weil sie sich viel zu sehr mit dem Problem beschäftigen. Sie stellen allerhand Vermutungen darüber an, wie es zu dem Problem gekommen ist, sie suchen Schuldige, sie fragen sich, wieso ausgerechnet ihnen so etwas passiert ist.
Sie tun das, was man als „problemorientiertes Denken" bezeichnet. Problemorientiert denken ist eine typisch menschliche Eigenschaft, die in der Regel nur dazu führt, dass das Problem künstlich aufgebläht wird, dass man eine Menge Zeit verschwendet, anstatt nach Lösungen zu suchen; wertvolle Zeit, die man mit Genuss hätte verbringen können.
Kein Tier tut so etwas! Denken Sie einmal an eine Katze: Eine Katze, die auf eine Maus lauert und diese nach vielen Anstrengungen nicht erwischt, sucht die nächste Maus. Sie analysiert nicht das Problem, sie stellt keine Vermutungen an und verhungert darüber, sondern sie sucht die nächste Maus. Und wenn sie die nicht erwischt, dann sucht sie eben wieder die nächste. Sie handelt zielorientiert, d.h. nach dem Motto: „Was will ich und wie kriege ich das?"
Lösungsorientiertes Denken = Zielorientiertes Denken.
Zielorientiertes Denken ist das, was Sie an Ihr Ziel bringt, während problemorientiertes Denken das ist, was Ihnen Erklärungen bringt, aber eben keinen Fortschritt. Ziel- und problemorientiertes Denken unterscheidet sich in den Fragen, die sich der Betreffende selbst stellt.
Ein Grundprinzip der Kommunikationspsychologie steckt in dem Satz: „Wer fragt, der führt!" Damit wird ausgedrückt, dass derjenige, der sein Gegenüber durch Fragen zum Reden bringt, im Grunde die Richtung eines Gesprächs bestimmt Durch Fragen zwingen Sie Ihr Gegenüber aktiv zu werden, auf Ihre Fragen eine Antwort zu finden. Die Bedeutung von Fragen ist seit Urzeiten bekannt, schon im Altertum brachten große Philosophen wie beispielsweise Sokrates ihren Schülern Wissen durch geschicktes Fragen bei. Nun, wenn dieses Prinzip für die Kommunikation zwischen Menschen gilt, dann gilt es erst recht für den Dialog mit sich selbst.
Wer sich selbst Fragen stellt schaltet sein Gehirn ein und wer sich selbst die richtigen Fragen stellt, bestimmt die Richtung seiner Gefühle und Verhaltensweisen und nimmt damit direkten Einfluss auf seine Reaktionsweisen.
Fragen Sie immer wieder: „Stimmt das?"
Bisher haben Sie möglicherweise mehr oder weniger instinktiv reagiert auf die Ereignisse, die Ihnen begegneten. Sie hatten sofort Gefühle von Wut, Angst, Hektik und Stress. Sie hatten sie deshalb, weil Ihr Gehirn wie eine Art „Autopilot" arbeitet, es war auf Automatik geschaltet. Das steuernde Programm war vor langer Zeit von Ihren Eltern, Ihren Lehrern und von der Gesellschaft, in der Sie aufwuchsen, geschrieben worden. Sie hatten sich nie gefragt, ob all das, was da in Ihrem Gehirn gespeichert war, eigentlich stimmte. Sie waren der festen Überzeugung, dass Sie vieles mussten, dass andere Ihnen etwas schuldig wären, ja sogar die Welt fair und gerecht zu sein hätte. Sie sahen einiges in Ihrem Leben als schrecklich und furchtbar an, weil mal man Ihnen beigebracht hatte das zu tun und Sie redeten sich ein, einiges nicht zu können, was Sie eigentlich gerne gekonnt hätten. Sie waren der festen Überzeugung, dass andere für Ihre Gefühle verantwortlich seien und Sie hatten möglicherweise wenig Ahnung, wie Sie Ihr Leben noch mehr genießen könnten.
Fazit:
Hören Sie damit auf:
Situationen als Katastrophen zu betrachten
Sich einzureden, Sie könnten etwas nicht tun oder nicht aushalten.
Übernehmen Sie werden die Kontrolle über Ihren inneren Schweinehund.
Verschwenden Sie nie Ihre Zeit mit einem Problem, sondern nutzen Sie sie für dessen Lösung.